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Bei der Qualität von Matratzensystemen ist die sogenannte „Punktelastizität“ entscheidend. Das heißt die Matratze soll z.B. an Schultern und Hüften punktgenau nachgeben und an der Taille unterstützen.
1. Die Federkernmatratze
Diese galt zumindest früher als die komfortabelste Matratze. Und die meisten Menschen schätzen noch heute ihre „federnde“ Bequemlichkeit. Sie ist recht atmungsaktiv. Noch besser sind da 3-D-Abstandsgewebe durch die Luft zirkulieren kann. Besonders angenehm ist dieser Kühleffekt in den Sommermonaten. Ideal auch für alle die schnell schwitzen. Die traditionsreichen Federkern-Modelle geben jedoch oft nicht „punktgenau“ nach, so dass es keine orthopädisch gute Körperanpassung gibt. So klagen die Nutzer durch eine nicht anatomische Lage der Wirbelsäule z.B. häufiger über Rückenbeschwerden oder schlechten Schlaf, je mehr, umso härter die Matratze ist. Wer das ausgleichen will, wählt zusätzlich eine viskoelastische Auflage, die sich „punktgenau“ und wohlig weich dem Körper anpasst. So kombinieren Sie traditionsreichen Komfort mit den modernsten Erkenntnissen der Schlafforschung, ohne Ihre gewohnte Matratze gleich wegwerfen zu müssen. An Stelle der oft teuren „Mehrzonenabstützung“, die nicht ideal sein kann, weil sie weder die jeweilige Lage noch die individuelle Körpergröße berücksichtigt, kann eine effiziente viskoelastische Auflage gewählt werden, die über die gesamte Fläche körperangepasst nachgibt – egal wie und wo Sie auf der Matratze liegen und wie groß Sie sind.
2. Die Latexmatratze
Sie hat eine besonders hohe Punktelastizität und Rückstellkraft. Die Verkaufszahlen sind jedoch seit einigen Jahren stark rückläufig, weil zumindest „Voll-Latex-Matratzen“ den Schweiß nicht gut abtransportieren. Schließlich schwitzen wir - auch im Winter - in jeder Nacht mindestens ½ Liter Flüssigkeit aus. Besonders in den heißen Sommermonaten kann Latex sehr schweißtreibend und nachteilig sein. Manche nutzen deshalb im Sommer eine kühlende Matratze oder zumindest eine Klima-Auflage, z.B. aus 3-D-Abstandsgewebe, durch die Luft frei zirkulieren kann.
3. Die Kaltschaummatratze
Sie erfreut sich zunehmender Beliebtheit und besteht aus modernem Polyurethan (PUR). Sie wird heute von vielen Menschen bevorzugt. Sie hat ein gutes Wärmeisolationsverhalten. Es gibt sie von „weich“ bis „hart“, oftmals abgestuft nach Körperzonen. Testinstitute, unter anderem „ÖKO-TEST “, bescheinigt diesen Matratzen recht gute Eigenschaften. Jedoch wird beklagt, dass die notwendige Punktelastizität oft fehlt, bzw. eingeschränkt wird, durch zu dicke Bezüge. Deshalb empfehlen führende Matratzenhersteller obenauf eine separate Auflage aus viskoselastischem Material, die mindestens 3,5 cm dick ist; sie ist besonders elastisch und effektiv, wenn der Bezug eher dünn ist (z.B. aus Frottee oder Velours). Diese Auflage wird einfach auf Ihre vorhandene Matratze gelegt und kann so den Liegekomfort verbessern und ist orthopädisch optimal.
4. Die viskoelastische Matratze
Sie besteht ebenfalls aus synthetischem Polyurethan, jedoch mit einem modernen viskoselastischen Zusatz, der seinen Ursprung in der Weltraumforschung hat. Was die körperangepasste Druckentlastung betrifft, ist sie der Federkern- oder der einfachen Kaltschaummatratze eindeutig überlegen. Sowohl bei geringer als auch bei starker Gewichtsbelastung sind der Druckausgleich und die Rückstellkraft hervorragend. Das viskoselastische Material wird mit zunehmender Körperwärme weicher und passt sich bei jedem Umdrehen wieder neu und exakt der Körperlage an, ist also anatomisch ideal, egal wo und in welcher Position Sie im Bett liegen. Viele Nutzer äußern sich über die oft auch als „Memory-Schaum“ bezeichnete Matratze begeistert. Ursprünglich wurden Viskomatratzen nur in Krankenhäusern als sogenannte Dekubitusmatratze bzw. Antidekubitusmatratze, also gegen „Wundliegen“ und gegen Schmerzen eingesetzt. Noch heute sind sie auch dort führend, zumal sie resistent gegen Hausstaubmilben und zudem antiallergisch sind. Inzwischen sind Viskomatratzen weltweit in Millionen Haushalten - die es sich leisten können - aber auch in guten Hotels zu finden. Die führenden Hersteller wählen für den Unterkern meistens eine normale Kaltschaummatratze und nur für die oberen 4 - 7 Zentimeter viskoelastisches Material, weil diese Kombination für einen guten Wärme- und Feuchtigkeitsaustausch am günstigsten ist. Bei Premiummodellen wird eine separate Auflage mit eigenem Bezug von mindestens 3,5 cm oben auf die Matratze gelegt. Das Viskomaterial kommt so ungehindert zur Wirkung, weil die Auflage bewusst auf einen dickeren Bezug verzichtet. An heißen Sommertagen ist allerdings eine 3-D-Klima-Auflage zu bevorzugen. Da man praktisch auf Luft schläft, gibt sie einen guten „Kühleffekt“. Das Neueste sind Wendeauflagen: Eine Seite mit Visko, die andere Seite als 3-D-Klima-Auflage. Damit haben Sie für jede Jahreszeit den bestmöglichen Komfort!
Stets zu beachten: Jede Matratze sollte ökologisch unbedenklich sein und deshalb das ÖKO-Zeichen tragen!
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