Anlauf- und Aufstehschmerzen – Woher Sie kommen und was Sie dagegen tun können

Schmerzen beim Aufstehen oder Anlaufen werden für Betroffene schnell zur Belastung. Besonders ältere Menschen wissen nur zu gut, wie unangenehm das Aufstehen nach dem Kaffeetrinken oder das Weiterlaufen nach einer Zeit im Stehen sein können. Die Ursache für diese meist nur kurz auftretenden, dafür aber sehr unangenehmen Schmerzen liegt fast immer in den Gelenken, die entweder von entzündlichen Erkrankungen oder schlicht durch Verschleiß geschwächt sind.

Wichtig ist bei diesem Problem vor allem eins: Wählen Sie nicht die naheliegende Reaktion, das Aufstehen oder Anlaufen so oft es geht zu vermeiden!

Die Themen im Überblick:

Was sind Anlauf- bzw. Aufstehschmerzen?

Unter Anlauf- oder Aufstehschmerzen versteht man durch Probleme mit den Gelenken hervorgerufene Schmerzen, die immer dann auftreten, wenn der oder die Betroffene eine Zeitlang gestanden oder gesessen hat und nach dieser Ruhephase aufsteht oder losläuft. Typisch ist, dass die Schmerzen zwar zunächst als sehr unangenehm empfunden werden, nach kurzer Zeit aber wieder vergehen. So arrangieren sich viele Betroffene einfach mit den Schmerzen, statt sich auf die Suche nach der Ursache und Möglichkeiten zur Schmerzlinderung zu machen.

Wann sollte ich mit Aufsteh- und Anlaufschmerzen zum Arzt gehen?

Wenn Sie über einen längeren Zeitraum Schmerzen beim Aufstehen oder Probleme beim Anlaufen haben, sollten Sie grundsätzlich einen Arzt aufsuchen. Denn um im Alltag angemessen auf die Schmerzen reagieren zu können, sollten Sie wissen, woher die Probleme kommen. Zudem birgt ein ‚Erdulden‘ der Schmerzen die große Gefahr, einer ständigen Schonung. Viele Betroffene bleiben verständlicher Weise lieber sitzen bzw. bewegen sich aufgrund der besagten Schmerzen insgesamt weniger, was in jedem Fall kontraproduktiv ist. Ihr Arzt kann Ihnen sagen, ob die Schmerzen auf eine Entzündung (Arthritis) oder Verschleiß (Arthrose) zurückzuführen sind. In beiden Fällen gibt es Mittel und Wege, die Schmerzen mit Hilfe praktischer Hilfemittel und sinnvollen Anpassungen Ihrer alltäglichen Verhaltensweisen in den Griff zu bekommen.

Wie kann ich die Schmerzen akut und langfristig lindern?

Je nach Ursache Ihrer Probleme beim Aufstehen, kommen verschiedene Methoden zur akuten Schmerzlinderung in Frage. Eine sanfte, aber meist sehr erfolgreiche Methode ist der Einsatz verschiedener Wärme- oder Kälteanwendungen. Auch Massagen bringen oft rasche Linderung. Sofern Ihr Arzt Ihnen dazu rät und Sie diese gut vertragen, können Sie sich auch für einen kurzen Zeitraum für eine medikamentöse Therapie mit entzündungshemmenden Mitteln wie Ibuprofen entscheiden.

Zudem gibt es eine Reihe nützlicher Hilfsmittel bei Aufstehschmerzen oder Problemen beim Anlaufen, die Ihnen das Aufstehen generell erleichtern und entsprechend bei akuten Schmerzen ein wahrer Segen sein können. Neben Stöcken und verschiedenen Haltegriffen, z. B. fürs Badezimmer, sind hier vor allem Aufstehsessel zu nennen, die Sie bei hochwertigen Modellen elektrisch bis in den Stand hochfahren, die Gelenke auf diese Weise stark entlasten und Ihnen so die Sorge des Aufstehens schon einmal abnehmen. Auch das Hinsetzen wird durch diese speziellen Sessel natürlich erheblich vereinfacht.

Mittel- und langfristig lassen sich Aufstehschmerzen fast immer durch geeignete Bewegung bzw. Übungen in den Griff bekommen. Gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Walken auf weichen (Wald-)Böden schaffen in aller Regel schnelle und langfristige Linderung. Eventuell kombinieren Sie diese in Absprache mit Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten mit speziellen Übungen. Sollten Sie in Ihrer Beweglichkeit etwas eingeschränkt sein oder schlicht keine Lust auf die genannten Möglichkeiten haben, bieten Fitnessgeräte für zu Hause eine optimale Alternative. Verschiedene Bewegungstrainer, Heimtrainer oder auch Crosstrainer erlauben Ihnen ein gelenkschonendes Training in den eigenen 4 Wänden.