Diabetes – und nun?

Die Diagnose Diabetes ist für viele Betroffene ein Schock, auf den Erkrankte mit regelrechter Verzweiflung und der Furcht reagieren, sich von Ihrem „normalen“ Leben nun verabschieden zu müssen. Dem ist natürlich nicht so. Zwar bringt die Krankheit zweifelsohne einige Veränderungen mit sich, wer sich gut informiert und auf sein Diabetes einstellt, muss sich aber im Alltag kaum einschränken.

Wir schauen uns die so genannte „Zuckerkrankheit“ einmal an und geben Ihnen wichtige Tipps und Infos an die Hand, die Ihnen den Umgang mit Ihrer Erkrankung erleichtern sollen.

Was ist Diabetes und was geschieht im Körper?blut-molekuele

Der Diabetes mellitus (lat. mellitus = honigsüß) ist eine Stoffwechselkrankheit. Bei dieser Erkrankung, die im Volksmund auch „Zuckerkrankheit“ genannt wird, spielt das Hormon „Insulin“ eine wichtige Rolle, da es vom Körper nicht mehr ausreichend produziert oder verwertet werden kann.

In einem gesunden Körper sorgt das Insulin dafür, dass mit der Nahrung aufgenommener Traubenzucker (Glukose) richtig genutzt werden kann. Es ist dafür verantwortlich, dass der Zucker aus dem Blut in die Körperzellen gelangt, wo dieser dann in Energie umgesetzt wird. Mit der so gewonnenen Energie werden lebensnotwendige Körper-Funktionen aufrechterhalten.

Bei Diabetes-Erkrankten gelangt kein oder nicht ausreichend Insulin in die Körperzellen. Typ-1-Diabetiker können selbst gar kein Insulin mehr produzieren, die Bauchspeicheldrüse hat diese Funktion verloren. Typ-2-Diabetiker produzieren zwar Insulin, es wird von den Körperzellen aber nicht richtig bzw. ausreichend aufgenommen. Als Folge beider Diabetes-Typen fehlt dem Körper Insulin in den Körperzellen und die Zucker-Energie-Umwandlung ist blockiert oder gestört.

Ohne Insulin bleibt der Zucker im Blut für den Körper nicht verwertbar und sammelt sich ungenutzt an. Als Folge weist der Körper dann einen erhöhten Blutzuckerspiegel auf, der sich im Blut und auch im Urin nachweisen lässt.

Welche Auswirkungen hat eine falsche Insulin-Dosis auf meinen Körper?

Eine Überdosis Insulin kann eine Unterzuckerung hervorrufen. Anzeichen für einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel können z. B. Zittern, Übelkeit und Schwitzen sein. Gegensätzlich ist ebenso eine Überzuckerung möglich, wenn im Verhältnis zur Zuckeraufnahme über die Nahrung dem Körper zu wenig Insulin zugeführt wurde. Hier können Kraftlosigkeit, Müdigkeit und großer Durst Warnsignale sein. Beide Formen, also sowohl eine Unter- als auch eine Überzuckerung, können schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit des Körpers haben. Unterzuckerungen können unter anderem eine Demenz-Erkrankung begünstigen, Überzuckerungen können z. B. gefäßschädigend sein und schwere Organschäden bei Augen und Nieren auslösen.

Wie wird Diabetes behandelt und was kann ich ergänzend tun?

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Die Behandlungsmaßnahmen bei einer Diabetes-Erkrankung richten sich nach dem Diabetes-Typ, unter dem man leidet. Während man Typ-1-Diabetes, bei dem kein oder nicht ausreichend Insulin in der Bauchspeicheldrüse hergestellt wird, durch Zuführen von Insulin reguliert, wird eine Typ-2-Diabetes-Therapie in aller Regel nicht medikamentös unterstützt.

Diabetes Typ 1 richtig behandeln

Im Falle einer Diabetes Typ 1 Erkrankung ist es notwendig, dem Körper regelmäßig Insulin zuzuführen. Ob man das mit einem Insulin-Pen, einer Insulin-Pumpe oder mit einer Spritze machen möchte, kann man selbst entscheiden. Die Insulin-Dosis muss im einzelnen Fall individuell errechnet werden, da sie auf Nahrungsaufnahme und körperliche Bewegung abgestimmt wird. Ein wichtiger Aspekt der Behandlung ist daher die regelmäßige Kontrolle des Zuckerwertes mit einem entsprechenden Blut-Zucker-Messgerät oder einer Urin-Zucker-Messung. Zu Beginn der Krankheit empfinden viele Betroffene diese Behandlung als schwierig, da sie in Bezug auf die Dosierung unsicher sind. Dank guter Aufklärung, moderner Messgeräte und hochwirksamer Insulin-Arten schaffen es Erkrankte in aller Regel aber in kürzester Zeit, sich an die regelmäßige Insulin-Zugabe zu gewöhnen, so dass die Erkrankung den Alltag nicht im großen Stil beeinflussen muss.

Diabetes Typ 2 richtig behandeln

Anders als Diabetes Typ 1, handelt es sich bei Typ 2 um eine sogenannte Zivilisationskrankheit, also eine negative Begleiterscheinung unserer modernen Lebensweise. Wenig Bewegung, ein Überangebot an fettreicher Nahrung, Rauchen, Alkohol – diese Charakteristika einer ungesunden Lebensweise gelten als die Hauptursachen für Diabetes Typ 2. Als Folge der Krankheit stellt der Körper zwar Insulin her, aber es hat keinen Einfluss auf die Körperzellen und bleibt unwirksam.

In der Konsequenz gleichen sich also die beiden Typen, in Bezug auf die Behandlung unterscheiden Sie sich aber stark. Denn in fast allen Fällen von Diabetes Typ 2 lässt sich die Krankheit durch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten, eine gesündere Ernährung und die Reduktion von Übergewicht innerhalb weniger Monate in den Griff bekommen. Nur in Ausnahmefällen wird eine zusätzliche medikamentöse Behandlung notwendig. Wer also bereit ist, seinen Lebenswandel dauerhaft zu verbessern, hat sehr gute Chancen, komplett geheilt zu werden.

Mit Sport gegen Diabetes?

Bei der Behandlung einer Diabetes-Typ-2-Erkrankung gehört ein regelmäßiges Sportprogramm schon lange zum Standard – schon allein, weil sehr häufig die Reduktion von Übergewicht fester Bestandteil der Therapie ist.

Neue Studien zeigen nun, dass eine gesunde Mischung aus Ausdauer- und vor allem auch Krafttraining auch bei Diabetes-Typ-1-Patienten überaus positive Effekte erzielen kann. Der Grund dafür ist so einfach wie effektiv: Je größer das Muskelvolumen, desto mehr Zucker kann auch verarbeitet werden. So zeigen neue Erkenntnisse, dass durch konsequentes Krafttraining der Langzeitzuckerspiegel in erstaunlichem Maße gesenkt werden kann.

Auch Diabetes-Typ-1-Betroffene müssen sich Ihrem Schicksal also nicht ergeben, sondern können aktiv gegen Ihre Krankheit vorgehen. Aber Achtung: Keinesfalls sollten Sie nun einfach loslaufen und anfangen, wie wild Gewichte zu stemmen. Vor dem Trainingsbeginn sollten Sie Ihr Vorhaben auf alle Fälle mit einem Arzt besprechen und mit dessen Hilfe einen sinnvollen Trainingsplan erstellen.

Gut mit Diabetes leben – Auf diese modernen Hilfen sollten Sie nicht verzichten!haufen-mit-obst-sport-und-gesundheitsgegenstaenden

Die Diagnose Diabetes sollte heute niemanden mehr verzweifeln lassen. Die Methoden zur Messung und Behandlung der negativen Begleiterscheinungen der Krankheit sind heute überaus ausgereift und erlauben Betroffenen trotz Diabetes ein normales und aktives Leben zu führen.

Das A und O: Alle Werte im Blick

Um gut mit Ihrer Krankheit leben zu können, gilt es vor allem, die eigenen Werte zu kennen. Moderne Geräte zur Bestimmung des Zuckerwerts machen dies ohne großen Aufwand möglich – ein kleiner Tropfen Blut genügt.

Auch seinen Blutdruck, genau wie das Gewicht und im Idealfall das Verhältnis von Fett zu Muskeln im Körper sollten Diabetiker im Blick haben. Auch dies ist dank moderner Blutdruckmessegeräte und Körperanalysewaagen für den Heimgebrauch heute absolut problemlos möglich.

Etwas Extra-Pflege für empfindliche Füße und Haut

Viele Diabetiker haben mit extrem empfindlichen Füßen zu kämpfen. Durch Nervenschäden werden zudem Blasen oder kleine offene Stellen teilweise nicht wahrgenommen und können sich so im ungünstigsten Fall ungestört vergrößern und letztlich gefährlich werden. Auch diese unangenehme Begleiterscheinung lässt sich aber gut in den Griff bekommen. Das Angebot an speziellen Pflegeprodukte für Diabetiker ist groß und hochwertige Produkte halten, was sie versprechen.

Diabetiker sollten sich zudem ruhig regelmäßig eine Pediküre gönnen, sofern sie diese selber nicht mehr so gut hinbekommen. Bei sehr empfindlichen Füßen sind auch spezielle Diabetiker-Schuhe Gold wert. Diese besonders weich gepolsterten Modelle vermeiden Druck sehr effektiv und können Diabetiker-Fußproblemen auf diese Weise zuverlässig vorbeugen.

Auch sehr trockene Haut lässt sich mit speziellen Produkte sehr gut behandeln, bzw. in den Griff bekommen. Gönnen Sie sich diese Extra-Pflege!

Infomöglichkeiten

Diabetes ist heute weitverbreitet und entsprechend gut erforscht. Ersparen Sie sich selbst also Angst und Unsicherheit, indem Sie sich umfassend über Ihre Krankheit informieren. Wie Sie dies tun, bleibt Ihnen dank eines sehr guten Angebots an Infomöglichkeiten selbst überlassen. Ob Sie sich durch Magazine oder Ratgeber informieren, das eine oder andere Buch zu Rate ziehen oder einer Selbsthilfe-Gruppe o.ä. beitreten – Hauptsache, Sie wissen genau, was in Ihrem Körper passiert und worauf Sie achten müssen.