Die Erkältung schnell wieder loswerden

Haben die Erkältungsviren trotz diverser Abwehrmaßnahmen die Herrschaft über den Körper gewonnen, hilft nur noch eines: den Organismus bei ihrer Bekämpfung zu unterstützen. Bevor wir hier einige Tipps gegen Schnupfen und Heilmittel gegen Husten vorstellen, werfen wir einen Blick auf 5 Verhaltensweisen, die bei einer Erkältung negative Auswirkungen haben können.

 

 

5 große Erkältungsfehler – Diese Verhaltensweisen gewöhnen Sie sich besser ab!

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Wer erkältet ist, sollte sich nicht nur mit der Frage „Welche erkältungslindernden Maßnahmen kann ich ergreifen?“ auseinandersetzen, sondern sich auch fragen „Was sollte ich besser nicht tun?“ Indem man während der Zeit der Erkältung einige Regeln beachtet und typische Fehler vermeidet, tut man nicht nur sich selbst, sondern auch seinen Mitmenschen einen Gefallen.

Fehler Nr. 1: Gefühl der Abgeschlagenheit ignorieren

Häufig geht mit einer Erkältung das Gefühl der Abgeschlagenheit einher. Ein Gefühl, das Sie keinesfalls einfach ignorieren sollten. Ihr Körper teilt Ihnen auf diesem Wege mit, dass er eine Zeit der Erholung benötigt, um sich auf die Bekämpfung der Viren konzentrieren zu können. In dieser Zeit gilt es also, den üblichen Stress und die alltäglichen Belastungen möglichst zu reduzieren bzw. im besten Falle vollständig zu vermeiden. Dann kann Ihr Körper seine ungeteilte Energie darauf verwenden, gegen die Erkältung vorzugehen. Gönnen Sie Ihrem Körper also die nötige Ruhe. Und setzen Sie wenn möglich ein paar Tage bei der Arbeit aus.

Fehler Nr. 2: In die Handfläche niesen

Zuerst einmal: Unterdrücken Sie das Niesen nicht! Es ist eine wichtige Schutzfunktion des Körpers! Denn durch den explosionsartigen Ausstoß werden schädliche Erkältungsviren herauskatapultiert. Also: Niesen Sie! Aber bitte nicht in die Handflächen! Denn sonst werden die Viren von Ihrer Hand auf Gegenstände wie Türklinken, Haltgriffe in der Bahn, Geländer an Treppen, Knöpfe im Fahrstuhl etc. übertragen. Das erhöht die Gefahr der Ansteckung für diejenigen, die nach Ihnen die Gegenstände berühren. Daher empfiehlt es sich, entweder in ein Taschentuch oder in die Armbeuge zu niesen.

Fehler Nr. 3: Taschentücher mehrmals verwenden

Stofftaschentücher mögen umweltfreundlicher und stilvoller sein als Papiertaschentücher, aber in einer Phase des Erkältetseins sind Einweg-Taschentücher einfach die hygienischere Alternative. Schließlich wandert das Stofftaschentuch zumeist in die Hosentasche, wo die hineingeschneuzten Erkältungsviren sich aufgrund von Körperwärme und Feuchtigkeit Ihres Lebens freuen. Da aber eigentlich keinerlei Notwendigkeit besteht, den lästigen Viren ein komfortables Spaßparadies einzurichten und sie durch die Gegend zu chauffieren, sollten die Stofftaschentücher während der Erkältung in der Schublade bleiben. Und für die Verwendung der Papiertaschentücher gilt: Einmal benutzen und dann entsorgen. Die Sache mit dem Entsorgen sollte der Kranke selbst übernehmen, damit ein Gesunder nicht der Gefahr ausgesetzt wird, sich anzustecken.

Fehler Nr. 4: Für die Dauer der Erkältung Nasenspray verwenden

Die abschwellende Wirkung eines Nasensprays kann besonders dann hilfreich sein, wenn die verstopfte Nase den zur Genesung notwendigen Schlaf beeinträchtigt. Für die gesamte Dauer der Erkältung sollte ein Nasenspray allerdings nur dann zum Einsatz kommen, wenn diese nach 5 bis 7 Tagen auskuriert ist. Wer länger auf ein Nasenspray zurückgreift, läuft Gefahr, sich an die abschwellende Wirkung des Nasensprays zu gewöhnen und in einen Teufelskreis zu geraten. Denn wenn die Wirkung des Nasensprays abklingt, lässt eine verstärkte Durchblutung die Nasenschleimhaut anschwellen. Und aus dem Gefühl heraus, nicht frei durchatmen zu können, greift man wieder und wieder auf die Hilfe des Nasensprays zurück – ein fataler Gewöhnungseffekt, der die Nasenschleimhaut auf lange Sicht dauerhaft schädigt.

Fehler Nr. 5: Erkältet in die Sauna gehen

Es ist korrekt, dass regelmäßige Saunabesuche das Immunsystem stärken und Erkältungen vorbeugen können. Allerdings ist es ein Fehler zu denken, eine Erkältung ließe sich in der Sauna auskurieren. Wer erkältet ist, sollte bis zur Genesung mit dem Saunieren aussetzen. Denn die extreme Temperatur in der Sauna stellt jetzt eine große Belastung dar und schwächt zusätzlich den Körper, der seine Energie darauf konzentriert, gegen die Erkrankung vorzugehen. Ebenso wie auf das Saunieren sollte während einer Erkältung übrigens auch auf Sport verzichtet werden, um das Herz-Kreislauf-System nicht in noch höherem Maße zu belasten.

Die besten Tipps gegen Schnupfen und Co.

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Eine verstopfte Nase und die damit verbundenen Beeinträchtigungen der Atmung bringen verschnupfte Menschen nicht selten um den zur Genesung dringend notwendigen Schlaf. Zum Glück gibt es einige Maßnahmen, die man ergreifen kann, um sich Linderung zu verschaffen und den Heilungsprozess positiv zu beeinflussen.

Inhalieren

Eine wirkungsvolle Maßnahme gegen eine verstopfte Schnupfen-Nase ist das Inhalieren, denn das Einatmen von heißem Dampf bewirkt das Befeuchten und Abschwellen der Schleimhäute und das Lösen des Schleims. Dazu wird der Kopf – abgeschirmt von einem Handtuch – für ca. 10 bis 15 Minuten über einen Kochtopf oder eine Schüssel mit heißem Wasser gehalten, dem wahlweise Salz (z. B. Meersalz) oder ätherische Öle (z. B. Eukalyptus) zugegeben werden kann. Etwas komfortabler ist das Inhalieren mit einem Inhalationstopf. Diese Behälter sind mit einer Maske ausgestattet, die den Wasserdampf gezielt auf Mund und Nase richtet.

Nasenspülung

Eine Nasenspülung ist hilfreich, um das Anschwellen der Nasenschleimhaut zu lindern, hartnäckigen Schleim und Ablagerungen zu lösen und zu beseitigen. Dazu benötigt man eine Nasenspülkanne und eine Kochsalzlösung (0,9%). Mit Hilfe der Nasenspülkanne wird die Lösung in eines der beiden Nasenlöcher gebracht, durch das andere Nasenloch fließt die Lösung dann wieder ab. Damit die Lösung nicht in den Rachen gerät, ist es ratsam, den Mund während des Vorgangs weit zu öffnen.
Auch wenn die Erkältungssymptome abgeklungen sind, kann die Anwendung der Nasenspülung zum weiteren Heilungsprozess beitragen und behilflich sein, die Schutzfunktion der Schleimhaut schnell wieder aufzubauen.

Infrarotlicht

Mit Hilfe von Infrarotlicht können die Durchblutung verbessert, die Abwehrkräfte des Körpers mobilisiert und der Selbstheilungsprozess angeregt werden. Die Behandlung mit einer Infrarotlampe sorgt dafür, dass sich festsitzender Schleim in den Atemwegen löst, und wirkt Entzündungen der Nasennebenhöhlen entgegen bzw. hat sich als therapeutische Maßnahme bei Nasennebenhöhlenentzündungen bewährt gemacht. Aber auch wer während der Erkältung unter Muskel- und Gliederschmerzen leidet, kann sich durch die wohltuende Tiefenwärme Linderung verschaffen.

Raumluft befeuchten

Selbst bei einem gesunden Menschen stellt allzu trockene Raumluft eine enorme Belastung für die Nasenschleimhaut dar, aber bei einer verstopften Nase spielt die angemessene Feuchtigkeit in der Raumluft eine noch größere Rolle. Damit trockene Heizungsluft die Schleimhäute nicht austrocknet und die Erkältungsviren somit besonders leichtes Spiel haben, sollte also eine gesunde Luftfeuchtigkeit herrschen. Das Raumklima kann z. B. durch das Aufstellen von Wasserschalen oder einem Luftbefeuchter beeinflusst werden. Letztere haben den Vorteil, dass der Benutzer die Luftfeuchtigkeit gezielt steuern und kontrollieren kann. Mitunter können auch ätherische Öle wie z. B. Eukalyptus, Minze oder Thymian zugegeben werden, um deren gesundheitsfördernde Wirkung zu nutzen.

Natürliche Heilmittel gegen Husten

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Erst wird man von einem trockenen, mitunter schmerzhaften Reizhusten geplagt, dann setzt der produktive Husten ein, also der Husten, mit dem das Abhusten des Schleims erfolgt – ein Unterschied, den es auch bei der Wahl des Heilmittels zu berücksichtigten gilt.

Kräutertees

In der Naturheilkunde finden sich zahlreiche Pflanzen, die hilfreiche Wirkstoffe gegen erkältungsbedingten Husten beinhalten. Anis, Efeu, Eukalyptus, Pfefferminze und Thymian z. B. haben eine schleimlösende Wirkung, fördern das Abhusten und wirken krampflösend auf die Bronchien. Um einen trockenen Hustenreiz zu lindern kann man auf Eibisch, Malve und Sonnentau zurückgreifen. Bei verschleimten Bronchien sollte man den Hustenreiz allerdings nicht derartig unterbinden, da sonst der Abtransport des Schleims blockiert wird.

Hustenbonbons

Achtet man darauf, zuckerfreie Hustenbonbons zu lutschen, hat man ein akzeptables Mittel, um sich über den nächsten Hustenreiz zu retten. Die in einem Hustenbonbon enthaltenen ätherischen Öle (z. B. Eukalyptus) können bewirken, dass sich der Schleim löst und leichter abgehustet werden kann. Und zudem sorgt das Lutschen eines Bonbons für einen verstärkten Speichelfluss, wodurch die Schleimhäute befeuchtet werden.

Brust- und Halswickel

Brust- und Halswickel gibt es in einer Vielzahl verschiedener Varianten. Neben der Möglichkeit, sich die Wirkung ätherischer Öle zunutze zu machen (Eukalyptus- und Thymianwickel, um z. B. den Schleim zu lösen, das Abhusten zu fördern und den Husten zu stillen), kann man auch einfach die Vorratskammer plündern. Ein Kartoffelwickel hilft gegen trockenen Husten ebenso wie ein Senf- oder Ingwerwickel, der auch gegen einen besonders hartnäckigen Husten eingesetzt werden kann und schleimlösend wirkt. Auch Zwiebel- und Quarkwickel zeichnen sich durch ihre schleimlösende Wirkung aus.

Der Klassiker: Heiße Milch mit Honig

Generationen hustender Menschen haben sich auf die Wirkung einer heißen Milch mit Honig verlassen. Und tatsächlich kann der Klassiker hilfreich sein, wenn man einige Dinge beachtet. Bei einem trockenen Reizhusten kann man auf die lindernde Wirkung des Getränks vertrauen, und somit kann die Einnahme vor dem Schlafengehen helfen, die Nacht relativ ruhig und erholsam ohne zermürbende Hustenattacken zu überstehen. Bei einem verschleimten Husten ist von dem Getränk allerdings abzuraten, da Milch die Schleimproduktion zusätzlich verstärkt. Außerdem sollte der Honig nicht in der Milch mit aufgekocht werden, um seine antibakterielle Wirkung zu erhalten. Er sollte also erst kurz bevor man die Milch trinken will, eingerührt werden.