Entspannt durch die Insektensaison – so können Mücken und Co. Ihnen den Sommer nicht verderben!

Auf den Wiesen stehen die Blumen in voller Blüte und es summt und brummt. Was Naturliebhabern das Herz aufgehen lässt, vergällt so manch anderem die Lust am Aufenthalt im Freien. Viele fürchten die Stiche von Wespen, Bienen und weiteren Insekten. Auch lästige Mücken, die sich beim gemütlichen Beisammensitzen auf der Terrasse oder im Biergarten auf die nackten Waden stürzen, verursachen juckende Stiche. So unangenehm sie sind, in den meisten Fällen sind Insektenstiche gleichwohl nicht gefährlich und ihre Folgen lassen sich mit einfachen Mitteln lindern.

Die Themen im Überblick:

Das kleine 1 × 1 der stechenden Plagegeister

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Es summt und schwirrt auf der bunten Wiese, am See und im Garten. Manch einem wird beim Anblick der sich tummelnden Insekten bereits mulmig. Doch welche von ihnen stechen wirklich und wie sollte man sich in ihrer Gegenwart verhalten?

Worin sich Bienen und Wespen unterscheiden

Eines der bekanntesten Tiere, die stechen können, ist die Biene. Die Weibchen haben einen Stachel, mit dem sie sich verteidigen, wenn sie sich bedroht fühlen. Der mit einem Widerhaken versehene Stachel bleibt beim Stechen in der Haut stecken und gibt hier Gift ab. Sofern Sie nicht Allergiker sind, besteht allerdings kein Grund zur Panik. Bienenstiche können schmerzhaft sein, sie sind aber nicht gefährlich. Zuerst sollte nach einem Stich der Stachel vorsichtig mit der Pinzette entfernt werden. Auf keinen Fall sollten Sie den Stachel mit den Fingern herausziehen. Hierbei kann die Giftblase platzen und sich das Gift weiter ausbreiten. Im Gegensatz zu Bienen können Wespen mehrfach stechen. Auch ihr Gift ist ungefährlich, sofern Sie nicht Allergiker sind. Am wichtigsten ist es, bei Wespen einfach ruhig zu bleiben und nicht nach ihnen zu schlagen oder sie mit dem Besteck zu verscheuchen. Wespen stechen, ebenso wie Bienen, wenn sie sich bedroht fühlen. Schnell wie sie sind, sind die Schwebfliegen leicht mit den Wespen zu verwechseln. Sie haben allerdings weder einen Stachel, noch beißen sie. Beim genauen Hinsehen lassen sie sich anhand ihrer Flügelzahl von den Wespen unterscheiden. Wespen haben vier Flügel, Schwebfliegen dagegen nur zwei. Zwei weitere, die Schwingkölbchen, sind kleine, verkümmerte Stummel.

Die Stiche größerer Insekten sind nicht automatisch gefährlicher

„Sieben Stiche töten ein Pferd, drei Stiche einen Erwachsenen…“, so sagt ein bekanntes Sprichwort über die Hornisse. Tatsächlich sind Hornissenstiche jedoch nicht giftiger als Wespen- oder Bienenstiche. Die Hornisse mit ihrer angsteinflößenden Größe hat allerdings auch einen größeren Stachel. Dieser dringt tiefer in die Haut ein und löst daher möglicherweise mehr Schmerzen aus. Auch die kräftigen, pelzigen Hummeln sind mit einem Stachel ausgestattet und können, entgegen ihres friedvollen Rufes, stechen. Sie sind jedoch tatsächlich recht friedlich und zeigen ein deutliches Abwehrverhalten, bevor sie wirklich zustechen. Spätestens, wenn eine Hummel sehr laut brummt, sich auf den Rücken dreht und Ihnen den Stachel entgegenstreckt, sollten Sie sich von ihr entfernen. Hummeln fühlen sich vor allem dann bedroht, wenn man ihren Nestern zu nah kommt. Wer doch von einer Hummel gestochen wird, muss keine schlimmeren Wirkungen als bei einem Wespen- oder Bienenstich befürchten. Mit ihren großen Flügeln und den schillernden Farben erwecken auch Libellen den Verdacht zu stechen, jedoch haben sie keinen Stachel und sind daher harmlos.

Die Blutsauger unter den Insekten

Mit ausgeschaltetem Licht und Spray versuchen viele ihnen im Sommer vergeblich zu entkommen – den Mücken. Ihre Stiche jucken und die von ihnen beim Blutsaugen übertragenen Bakterien und Viren können in einigen Gegenden Krankheiten verursachen. Mücken werden jedoch, entgegen einer weit verbreiteten Annahme, nicht vom Licht, sondern vom Körpergeruch und vom Kohlendioxid, den der Mensch beim Ausatmen abgibt, angezogen. Statt das Licht auszuschalten hilft gegen sie vielmehr eine „mechanische“ Abwehr, beispielsweise durch Fliegenschutzgitter vor dem Fenster oder Moskitonetze über dem Bett. Bremsen sind häufig noch hartnäckiger als Mücken und kommen nicht erst abends hervor. Sie zieht Schweiß magisch an. Wer Bremsenstiche vermeiden möchte, sollte dementsprechend Schweißgeruch vorbeugen und sich möglichst von Wasser fernhalten.

Erste Hilfe im akuten Fall – Diese Methoden helfen bei Insektenstichen

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Kommt es entgegen aller Vorsichtsmaßnahmen doch zum Insektenstich, können kleine Hausmittel schon große Wirkung zeigen und Schmerzen sowie Schwellungen lindern. Zuerst sollte die Stichstelle geprüft werden. Befindet sich noch ein Stachel in der Haut, wird er mit einer Pinzette entfernt. Hilfreich ist auch eine Zeckenkarte, die viele Wanderer und Naturliebhaber in ihrer Brieftasche mit sich tragen. Anschließend wird die Stelle desinfiziert. Bewährt hat sich bei Insektenstichen an erster Stelle das Kühlen. Kalte Gelkompressen, die im Kühlschrank lagern, eignen sich hierfür, aber auch Eiswürfel. Ob Spinat oder Steak – Tiefgekühltes können Sie auch verwenden. Um Erfrierungen auf der Haut zu vermeiden, wird alles, was aus dem Gefrierschrank kommt, vor dem Auflegen mit einem Handtuch oder einem dünnen Baumwolltuch umwickelt.

Zwiebel, Gurke, Zitronensaft – Welche Hausmittel lindern den Juckreiz?

Neben dem Kühlen mit Eis oder kalten Umschlägen sind Hausmittel frisch aus der Obst- und Gemüseabteilung beliebt. Ein Klassiker bei Bienenstichen ist die aufgeschnittene Zwiebel. Hierbei wird die Stelle des Stiches mit der Schnittstelle der Zwiebel eingerieben. Auch Zitronensaft oder Umschläge, die in eine Mischung aus Essig und Wasser getaucht werden, helfen gegen die Folgen eines Stiches. Dass auch Gurken gut gegen Schwellungen ankommen, wissen alle, die sie als Maske für die Augen verwenden. Nach demselben Prinzip funktionieren sie bei Insektenstichen. Eine Gurke aus dem Kühlschrank wird in Scheiben geschnitten und auf die betroffene Hautstelle gelegt. So kann sie die Haut kühlen und mit Feuchtigkeit versorgen.

Mit einem Insektenstich zum Arzt?

Wer eine Insektenstichallergie hat, benötigt keine Hausmittel, sondern einen Arzt. Doch nicht jeder weiß, dass er allergisch ist oder hat die Allergie erst im Laufe der Jahre entwickelt. Eine Allergie können die Stiche von Bienen, Hummeln und Hornissen auslösen. Am meisten verbreitet ist jedoch die Allergie gegen Wespenstiche. Schwillt ein Stich stark an, sollte man einen Arzt aufsuchen. Weitere Anzeichen für eine allergische Reaktion sind Ausschläge auf der Haut, starker Juckreiz oder plötzliche Schwindelgefühle. Wenn das Herz anfängt zu rasen, im Gesicht, am Mund oder am Hals Schwellungen auftreten oder es zur Atemnot kommt, muss sofort der Notarzt gerufen werden. Gegen Insektenstichallergien hat sich bei vielen Menschen eine Desensibilisierung als erfolgreich erwiesen. Nach ihr können auch Allergiker die Zeit der summenden Bienen auf den duftenden Frühlingsboten entspannt genießen. Ein Arzt sollte nicht nur bei allergischen Reaktionen zu Rate gezogen werden. Bei Stichen im Mund- oder Rachenraum, am Auge oder an der Schläfe ist ebenfalls sofort der Notarzt zu rufen.

Vorsicht ist besser als Nachsicht – Unsere besten Tipps zur Insektenabwehr

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Am besten wird man von Insektenstichen verschont, wenn man Bienen, Wespen, Mücken & Co. gar nicht erst zu nahe kommt. Bunte Farben, Blumendüfte und Süßes ziehen Bienen und Wespen geradezu magisch an. Auf blumiges Parfüm und leuchtend farbige Kleidung verzichten Sie daher in der Insektensaison am besten. Vorsicht ist beim Verzehr von süßen Speisen und Getränken geboten. Ein Blick auf das Kuchenstück sollte, bevor es in den Mund wandert, zur Normalität werden und auf dunkle Flaschen und die beliebten Tetrapacks verzichtet man besser, da die Insekten in ihnen nicht erkennbar sind. Beim Aufenthalt im Schwimmbad, im Park oder im Obstgarten meidet man besser Abfalleimer und reifes Obst. Hier tummeln sich gern Wespen. Vom Kaffeetisch auf Terrasse oder Balkon lassen diese sich mit Kaffeepulver fernhalten. Füllen Sie hierfür ein wenig Kaffeepulver in einen feuerfesten Behälter und zünden Sie es an. Der Rauch des glimmenden Pulvers hält die Wespen fern.

Mücken erfolgreich abwehren

Gegen Mücken kommt man gut mit mechanischem Schutz und der Kraft der Pflanzen an. Effektiver als das Licht auszuschalten, wie oft geraten, ist das Schließen der Fenster in der Dämmerung, wenn die Mücken aktiv werden. In den heißen Sommermonaten, in denen das offene Fenster wohltuende Kühlung verspricht, sind Insektenschutzgitter wirksam. Diese sollten an den Kanten gut geschlossen sein und die Gitter sollten so klein sein, dass die Mücken nicht hindurchkommen. Auch Moskitonetze können nur dann wirken, wenn sie rundum geschlossen und die Gitter klein sind. Sie sollten regelmäßig auf Beschädigungen, wie kleine Risse oder Löcher, hin untersucht werden. Der Abstand der Netze zum Bett muss so groß sein, dass das Netz nachts nicht den Körper berührt. Ansonsten können Mücken ihren Stachel hindurchstecken und die Haut durch das Netz stechen. Auch Pflanzen haben sich als wirksam gegen Mücken erwiesen. Statt chemische Mückenschutzmittel zu nutzen, deren Bestandteile häufig als bedenklich eingestuft werden, können ätherische Öle die Mücken wirksam und unbedenklich vertreiben, sofern keine Allergien gegen eines der ätherischen Öle bestehen. Als besonders wirksam gilt beispielsweise das Zitronengras. Aus ihm wird Citronella-Öl gewonnen, das die Mücken etwa eine bis anderthalb Stunden fernhält. Auch die ätherischen Öle des Lemon-Eukalyptus, der Duftgeranie, des Teebaums und von Kräutern und Gewürzen wie Lavendel, Rosmarin, Nelken und Zimt sollen die Plagegeister abwehren. Eingesetzt können die Öle als Körperöl, Spray oder Creme, die auf die Haut aufgetragen werden oder als Duftöl in einer Duftlampe. Auch die Duftperlagonie auf dem Balkon hält Mücken fern. Wer ätherische Öle gegen Mücken auf der Haut verwenden möchte, benötigt hierfür geeignete Produkte, die eine wirksame Konzentration der Öle enthalten. Unverdünnt sollten ätherische Öle nicht auf die Haut gegeben werden, da sie Reizungen auslösen können. Auch für das Kinderzimmer sind ätherische Öle nicht geeignet, da sie Atemwege und Haut der Kleinen reizen können. Dagegen gibt es natürliche Mückenschutzprodukte für Kinder, die die Bestandteile in kindgerechter Form enthalten.