Fieber-Fakten, die Sie kennen sollten

Fieber ist für viele ein sicheres Zeichen dafür, dass sie krank sind. Fieber selbst ist jedoch keine Krankheit, sondern ein Symptom, für das viele verschiedene Krankheiten verantwortlich sein können. Behandelt werden muss daher mitunter gar nicht das Fieber, sondern oft nur die Krankheit selbst. Wie man mit Fieber umgeht, darüber gibt es viele unterschiedliche Meinungen und Tipps. Welche davon richtig sind und wie man bei Fieber am besten reagiert, zeigen unsere Fieber-Fakten.

 

Die Fakten im Überblick:

  1. Fieber ist ein Symptom, keine Krankheit.
  2. Fieber muss man richtig messen.
  3. Nicht jedes Fieber muss man senken.
  4. Bei hohem Fieber ist ärztlicher Rat gefragt!
  5. Sport ist bei Fieber ein Tabu!
  6. Bei Fieber sollte man viel trinken.
  7. Fieber fällt bei älteren Menschen niedriger aus.
  8. Wadenwickel sind ein bewährtes Hausmittel bei Fieber.
  9. Fieber kann man nicht vorbeugen.

Fieber ist ein Symptom, keine Krankheit.

Wenn man von Fieber spricht, meint man die Erhöhung der Körpertemperatur über das Normale, rund 37 Grad Celsius, hinaus. Die Körpertemperatur kann nicht nur von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein, sondern schwankt auch bei jedem einzelnen. Daher wurden für Fieber bestimmte Grenzwerte festgelegt. Wird die Körpertemperatur im Mund gemessen, spricht man beispielsweise ab einer Temperatur von mehr als 37,8 Grad Celsius von Fieber.

 

mann-bett-fieber-300pxFieber muss man richtig messen.

Schon allein, weil verschiedene Körperbereiche eine unterschiedliche Temperatur haben können, ist der Ort und die Art der Messung wichtig, wenn es um das Fiebermessen geht. Bei vielen beliebt ist die Messung der Temperatur in der Achselhöhle. Allerdings ist dies auch die ungenaueste Methode, um Fieber zu messen. Genauer wird das Messergebnis, wenn die Temperatur im Mund oder rektal gemessen wird. Auch die mit einem hierfür vorgesehenen Thermometer im Ohr gemessene Körpertemperatur gilt als zuverlässig. Die Körpertemperatur kann durch die Tageszeit bedingt schwanken, wobei sie morgens niedriger ausfällt, aber auch durch Stress oder Sport ansteigen kann. Als Orientierungshilfe geben Mediziner häufig die Temperatur von 37,8 Grad Celsius an. Wurde diese in Ohr, Mund oder After gemessen, kann man von Fieber sprechen.

Nicht jedes Fieber muss man senken.hohes-fieber-300px

Fieber ist eine Abwehrreaktion des Körpers. Wer schnell jedes Fieber senkt, tut sich daher nichts Gutes, sondern kann das Immunsystem sogar daran hindern, seine Arbeit zu tun. Der Körper reagiert mit der Erhöhung der Körpertemperatur auf Eindringlinge, wie Viren oder Bakterien. Viele sind an die durchschnittliche Körpertemperatur von rund 37 Grad Celsius angepasst. Um sie zu schwächen oder ihnen gar vollständig den Garaus zu machen, erhöht der Körper seine eigene Temperatur und schädigt die Krankheitserreger. Daher gilt der Rat, bei Fieber erst einmal abzuwarten und den Körper, je nach Ursache, anderweitig zu unterstützen. Viel zu trinken ist beispielsweise ein Rat, den Ärzte bei Fieber oft geben. Steigt die Körpertemperatur auf 39 bis 40 Grad Celsius an, kann man das Fieber jedoch mit fiebersenkenden Mitteln, wie Paracetamol oder Ibuprofen, senken.

Bei hohem Fieber ist ärztlicher Rat gefragt!

Wer sich eine ordentliche Erkältung eingefangen hat, muss auch bei Fieber nicht gleich zum Arzt. Steigt das Fieber allerdings auf über 40 Grad Celsius an oder hält länger als zwei bis drei Tage an, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann nach der Ursache des Fiebers forschen und die beste Entscheidung hinsichtlich der Fiebersenkung treffen. Auch wenn Begleitsymptome, wie Durchfall, starke Kopfschmerzen oder eitrige Auswürfe zum Fieber hinzukommen, sollte man den Arzt aufsuchen.

Sport ist bei Fieber ein Tabu!

Wer Fieber hat, sollte nicht nur sich selbst, sondern auch seinen Kollegen zu Liebe zu Hause bleiben. Zunächst einmal ist die Ansteckungsgefahr groß und wer sich mit Fieber zur Arbeit schleppt, ist einerseits nicht leistungsfähig, andererseits läuft er Gefahr, die Erkrankung zu verschleppen. Bei erhöhter Körpertemperatur benötigt der Körper seine Kraft, um sich gegen die Krankheitserreger wehren zu können. Absolut tabu sind Sport oder anderweitige körperliche Belastungen. Diese können im schlimmsten Fall zu einer Entzündung des Herzmuskels führen, darauf weist unter anderem die Deutsche Herzstiftung hin. Ein geschwächtes Herz und im schlimmsten Fall der Herztod können die Folge sein. Selbst bei wenig erhöhten Körpertemperaturen sollten daher sowohl das Fieber als auch seine Begleiterscheinungen, wie Müdigkeit oder Gliederschmerzen, abgeklungen sein, bevor man sich wieder körperlich betätigt.

frau-trinkt-wasser-300pxBei Fieber sollte man viel trinken.

Steigt die Körpertemperatur an, braucht der Körper auch mehr Wasser, um gut funktionieren zu können. Die alte Weisheit, bei Fieber viel zu trinken, sollte man sich daher bei Fieber zu Herzen nehmen. Als Orientierungshilfe gilt, zur normalerweise empfohlenen Trinkmenge von mindestens anderthalb Litern, für jedes Grad Fieber einen Liter Flüssigkeit zusätzlich aufzunehmen. Wer 39 Grad Fieber hat, sollte sich also vornehmen, mindestens drei Liter zu trinken.

Fieber fällt bei älteren Menschen niedriger aus.

Bei älteren Menschen ist die Körpertemperatur oft generell etwas geringer als bei Jüngeren. Dementsprechend steigt die Temperatur im Fall von Fieber auch nicht so hoch an. Manche Ältere reagieren auf Infektionen sogar gänzlich ohne Fieber. Dies kann dazu führen, dass vorliegende Infektionen nur schwer erkannt werden, denn die Begleiterscheinungen, wie Appetitlosigkeit, Unruhe, Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder das Gefühl allgemeiner Schwäche sind nicht immer einfach zu interpretieren, wenn Fieber als wichtiger Indikator fehlt.

Wadenwickel sind ein bewährtes Hausmittel bei Fieber.

Wadenwickel sind als Hausmittel bei Fieber besonders beliebt. Hierfür werden mit Wasser gekühlte Tücher feucht um die Waden gewickelt. Abgedeckt mit einem warmen Tuch oder einer Decke, bleiben die festen Wickel hier fünf Minuten liegen und werden danach gegen frische Tücher ausgewechselt. Dabei sollte der Rest des Körpers warmgehalten werden. Dies gilt vor allem auch für die in der Regel kühleren Füße. Die Temperatur des Wassers, das für die Tücher verwendet wird, sollte nicht zu kalt sein, um den Kreislauf nicht zu überfordern. Handwarmes Wasser, das mit ein bis zwei Grad unter der aktuellen Körpertemperatur liegt, reicht zur Fiebersenkung aus. Wenn die Hände und/oder Füße des Fiebernden kalt sind, sollte man auf Wadenwickel dagegen verzichten.

Fieber kann man nicht vorbeugen.

Fieber an sich kann man nicht vorbeugen. Es ist ein wichtiger Mechanismus, der dem Körper hilft, sich gegen Infektionen und Entzündungen zu wehren. Wer häufig an Infekten erkrankt, kann der Erkrankung als Ursache des Fiebers dagegen vorbeugen und sich so indirekt schützen. Eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung helfen, das Immunsystem zu stärken und die Anfälligkeit gegenüber Krankheitserregern zu minimieren.