So halten Sie sich warm – Tipps gegen das Frieren

Outdoor-Fans trotzen jedem Wetter und lieben es, sich an der frischen Luft zu bewegen. Andere Menschen hingegen fangen schon beim Anblick der ersten Schneeflocken, die durch die Luft wirbeln, an zu frösteln. Ob Sie nun zu den Winterfreunden oder den verfrorenen Menschen gehören – mit unseren Tipps gegen das Frieren soll Ihnen bei kaltem Wetter angenehm warm bleiben.

Das Zwiebelprinzip

Tragen Sie mehrere dünne Schichten übereinander, das isoliert den Körper besser als wenige dicke Schichten. Die Kleidung sollte nicht zu eng anliegen, so dass sich zwischen den Schichten noch Luftpolster bilden können, welche die Wärme speichern. Mit vier Schichten bestehend aus langer Unterwäsche, Fleece- oder Wollpulli als Isolationsschicht, Softshelljacke und -hose als Windschutz und einer Funktionsjacke als Nässeschutz halten Sie die Kälte fern. Ein weiterer Vorteil: Mit dem Zwiebelprinzip können Sie sich den Tag über an unterschiedliche Temperaturen anpassen.

In Bewegung bleiben

Mit Bewegung kurbeln Sie Ihre Durchblutung an und sorgen dafür, dass das Kältegefühl schnell nachlässt. Stehen Sie an der Bushaltestelle, auf dem Weihnachtsmarkt, beim Plausch mit Bekannten nicht einfach reglos da, wippen Sie z.B. mit den Füßen auf und ab, schwingen Sie die Arme – egal, was die anderen davon halten. Ist Ihnen im Büro kalt, bleiben Sie nicht sitzen, sondern laufen zwischendurch immer mal wieder die Treppen hoch und runter. Nutzen Sie die Mittagspause für einen flotten Spaziergang an der frischen Luft.

Extremitäten schützen

Sehr viel Körperwärme geht über den Kopf verloren. Im Gesicht und auf der Kopfhaut befinden sich besonders viele Nervenenden über die man die Kälte besonders spürt. Und auch die Finger frieren sehr schnell. Es empfiehlt sich daher unbedingt, eine wärmende Mütze und Handschuhe zu tragen, wenn Sie leicht frieren. Fäustlinge sind besser geeignet als Fingerhandschuhe, besonders wenn man oft kalte Finger hat. Auch einen Schal sollten Sie immer dabei haben.

Trocken bleiben

Bei körperlicher Anstrengung gerät der Körper auch bei kalten Temperaturen ins Schwitzen. Sind Kleidung und Haut feucht, kühlt unser Körper aus, da die Körperwärme schneller entweicht als über trockene Haut und Kleidung. Unterwäsche aus Kunstfasern oder einem Kunstfaser-Woll-Mix ist schnell trocknend und verhindert ein Auskühlen. Schmiegt sich die Unterwäsche der Haut an, wirkt sie am besten.

Wollig warm

Naturmaterialien wie Wolle, Daunen, Lamm- und Schaffell sind stark wärmeisolierend und halten uns warm. In der Regel sind sie zudem besonders atmungsaktiv und sorgen dafür, dass Feuchtigkeit schnell nach außen geleitet wird, die Körperwärme aber am Körper bleibt. Daunenjacken, fellgefütterte Handschuhe und Schuhe schützen hervorragend vor Kälte.

Härten Sie sich ab!

Auch wenn es vielen im Winter schwerfällt – gehen Sie raus und bewegen sich an der frischen Luft. Denn Kälteempfinden lässt sich trainieren. Mit einer Runde Spazierengehen kurbeln Sie Ihre Durchblutung an und das Kältegefühl lässt schnell nach. Mit regelmäßigen Kälteimpulsen stärken Sie Ihr Immunsystem und frieren mit der Zeit auch weniger. Dazu eignen sich neben der Bewegung an der frischen Luft auch kalte Duschen und Kneippanwendungen. Oder versuchen Sie es mal mit einer schnellen Runde barfuß durch den Schnee.

Von innen heizen

Sind Sie länger draußen unterwegs oder wollen Sie sich nach Ihrem Aufenthalt an der kalten Winterluft wieder aufwärmen, wirkt ein heißer Tee oder eine Suppe Wunder. Wenn Sie es mögen und vertragen, können Sie Tee und Suppe mit scharfen Gewürzen wie Ingwer, Curry, schwarzem Pfeffer oder einer Prise Chili aufpeppen. Die feurigen Gewürze unterstützen die Wirkung und verschaffen Ihnen ein Wärmegefühl. Für unterwegs eignen sich Isolierkannen, um Tee und Suppe heiß zu halten.

Schuhe und Co.

Winterschuhe sollten vor allem warm und wasserdicht sein und idealerweise eine dicke Sohle aus Gummi haben. Damit die Luft zirkulieren und sich ein wärmendes Luftpolster um die Füße legen kann, sollten die Schuhe nicht zu eng sein. Kaufen Sie Ihre Winterschuhe eine halbe bis ganze Nummer größer, damit Sie dicke Socken und evtl. auch Thermosohlen bequem tragen können. Hier eignen sich Einlagen mit Lammfell oder einer Aluminiumschicht dank ihrer Isolationseigenschaften besonders.

Wärmflasche und Fußbad

Sind Sie so richtig durchgefroren, können Sie sich mit Wärmflasche, Kirschkernkissen oder sonstigen Wärmepackungen wieder wohlig einheizen. Füllen Sie allerdings kein kochendes Wasser in die Wärmeflasche und legen Sie diese auch nicht direkt auf die Haut, da es sonst zu Verbrennungen kommen kann. Bei eisigen Füßen ist ein warmes (nicht heißes) Fußbad besonders wohltuend.

Durchblutungsfördernde Massagen

Eine besondere Wohltat, nicht nur für diejenigen, die im Winter schnell frieren, sind Massagen. Wärmende Massage-Öle fördern die Durchblutung der Haut und verschaffen Ihnen ein behagliches Wärme-Gefühl. Besonders eignen sich Rosmarin-, Arnika- und Ingweröl, da sie wärmend wirken. Mit täglich durchgeführten Bürsten- und Schwammmassagen können Sie ebenfalls die Durchblutung anregen und zudem die Haut straffen. Massieren Sie Arme, Beine, Rücken, Po und Bauch mit Bürste, Sisalschwamm oder Massageroller, wappnen Sie Ihren Körper gegen die Kälte.