Hornhaut effektiv und dauerhaft loswerden

Meistens fällt uns erst ein, dass wir etwas gegen die Hornhaut an den Füßen unternehmen sollten, wenn die Badesaison bevorsteht und wir unsere Füße wieder herzeigen (müssen). In Sandalen oder barfuß im Frei- und Schwimmbad möchten wir, dass unsere Füße gepflegt aussehen. Dann noch schnell in kürzester Zeit die Hornhaut an Fersen, Ballen oder Sohle loswerden ist nicht so einfach. Nicht nur deshalb ist es ratsam sich schon vorher mit der Fußpflege zu befassen und seine Füße das ganze Jahr über hornhautfrei zu halten. Denn Hornhaut an den Füßen ist nicht nur unschön, sondern kann auch schmerzhaft und unangenehm werden. Als Folge können zudem Entzündungen und Hühneraugen auftreten. Wir verraten Ihnen, wie Sie Hornhaut behandeln und vorbeugen können.

Was genau ist Hornhaut und wodurch wird sie verursacht?

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Genau genommen bezeichnet Hornhaut die äußerste Schicht der Haut, die uns vor Verletzungen und vor Austrocknen schützt, doch meist sind damit Hornhautschwielen an den Füßen oder eine allgemein dicke Hornschicht an Fußsohlen und Fersen gemeint. Hornhaut entwickelt sich, wenn es durch Druck oder Reibung zu (kleinen) Entzündungen der Haut kommt. Um darunterliegende, empfindliche Zellschichten zu schützen, werden dann Keratinozyten (hornhautbildende Zellen) und Korneozyten (Hornzellen) gebildet und eine Hornhautschwiele entsteht. Eine häufige Ursache dafür ist falsches Schuhwerk, das reibt, drückt oder zu dünne Sohlen hat. Aber auch Knochenverformungen, ein falscher Gang oder Übergewicht können zu Hornhautschwielen führen. Eine allgemein zu dicke Hornhaut an den Füßen ist jedoch meist durch eine, generell oder punktuell, zu trockene Haut bedingt.

Hornhaut mit Feile, Raspel und Hobel entfernen

 

Um Ihre Hornhaut zu reduzieren bieten sich Hornhauthobel und Co. an. Bei einer nur dünnen Hornhautschicht reicht meist schon eine Fußfeile zur Hornhautentfernung. Neben dem manuellen Werkzeug gibt es zudem elektrisch betriebene Hornhautentferner sowie Maniküre-Pediküre-Sets, die mit diversen Aufsätzen zum Abschleifen und Feilen von Hornhaut und Nägeln ausgestattet sind. Bei der Anwendung von Fußraspeln und elektrischen Hornhautentfernern sollten Sie vorsichtig vorgehen, da diese meist sehr scharf sind. Doch ganz gleich, für welches Werkzeug Sie sich entscheiden – achten Sie darauf, nicht zu viel Haut zu entfernen. Denn in dem Fall wird die Haut an der Stelle wund und es bildet sich daraufhin schneller und mehr Hornhaut als vorher.

Sanfte Entfernung von Hornhaut mit Hausmitteln

Ein Bimsstein sollte in keinem Haushalt fehlen. Nehmen Sie ein Fußbad, bevor Sie die Hornhaut mit dem Bimsstein entfernen. Neben dem Effekt des Einweichens der Fußhaut, ist dies auch besonders entspannend für Ihre Füße. Optional können Sie dem Fußbad etwas Apfelessig, Kamille, Teebaumöl oder Aloe-Vera beigeben. Die obersten Hornhautschichten können Sie nach dem Einweichen im Fußbad einfach und sicher mit dem Bimsstein wegrubbeln. Stark verhornte Stellen können Sie zusätzlich mehrmals täglich mit Teebaumöl oder Apfelessig einreiben.

Professionelle Pediküre

Bei sehr dicker und rissiger Hornhaut sollten Sie eine medizinische Fußpflege vom Podologen vornehmen lassen. Gerade die rissige Haut sollten Sie nicht selbsttätig zu Hause entfernen, da über die Risse leicht Keime in das Gewebe gelangen können. Wer etwas Neues ausprobieren möchte und nicht kitzelempfindlich an den Füßen ist, kann eine Fisch-Pediküre ausprobieren. Die Hornhaut wird dabei von kleinen Fischen abgeknabbert. Das geschieht sanft, tut nicht weh, sondern kitzelt lediglich etwas.

Nachbehandlung und Vorbeugung von Hornhaut

Eine feuchtigkeitsspendende Fußcreme bildet den Abschluss jeder Fußbehandlung. Dafür ist eine Creme mit Urea oder Aloe zu empfehlen, aber auch Lavendel, Rosmarin und Bergkiefer erweisen sich als wirkungsvoll.

Damit sich nach der Entfernung der Hornhaut nicht wieder sofort neue Hornhaut bildet, gibt es verschiedene Möglichkeiten durch regelmäßige Pflege unserer Füße vorzubeugen. Nachfolgend einige Tipps, die weder besonders aufwändig noch zeitintensiv sind, aber der Entstehung und Neubildung von Hornhaut effektiv entgegenwirken können.

  • Cremen Sie Ihre Füße täglich ein; besonders bei trockener Haut sollten Sie Ihre Füße 1-2 mal am Tag eincremen; am einfachsten morgens nach dem Duschen und abends vor dem Schlafengehen
  • Gönnen Sie Ihren Füßen in regelmäßigen Intervallen ein Fußbad; wahlweise mit pflegenden Zusätzen
  • Tragen Sie gut passende und bequeme Schuhe; wechseln Sie die Schuhe öfters. Vermeiden Sie zu enge Schuhe und Schuhe mit zu dünnen oder harten Schuhsohlen. Tragen Sie spitze Schuhe mit hohen Absätzen nur zu besonderen Anlässen.
  • Verwöhnen Sie Ihre Füße hin und wieder mit einer durchblutungsfördernden und entspannenden Fußmassage
  • Laufen Sie möglichst oft barfuß – damit stärken Sie die Muskulatur, verbessern die Durchblutung und steigern die Beweglichkeit der Zehen.