Leichterer Stuhlgang dank Toilettenhocker?

Wer ab und an oder im schlimmsten Fall auch regelmäßig mit Verstopfung zu kämpfen hat, weiß, wie belastend dieses Problem sein kann. Wenn die bekannten Maßnahmen, wie viel Bewegung, ballaststoffreiche Ernährung und reichlich trinken, keine Früchte tragen, kann sich durchaus Verzweiflung breitmachen. Die ersehnte Erlösung versprechen so genannte Toilettenhocker, die durch eine Korrektur der Sitzhaltung erstaunliche Effekte bewirken sollen. Wir schauen uns diese „Verdauungshelfer“ einmal an und verraten Ihnen, was sie wirklich können.

Das Prinzip des Toilettenhockers

Die Idee eines Toilettenhocker ist einfach und einleuchtend: Der 90°-Winkel zwischen Oberkörper und Oberschenkeln, in dem wir in aller Regel auf der Toilette sitzen, ist für die Verdauung nicht optimal und erschwert dem Stuhl die Passage nach draußen. Ein Blick auf verwandte Säugetiere oder die Hockposition, die unsere Vorfahren einnahmen, ehe die moderne Toilette erfunden wurde, sprechen für diese These.

Ein Hocker vor der Toilette kann Abhilfe schaffen, denn mit aufgestellten Beinen erreichen wir den für die Verdauung günstigeren Winkel, der sich auch im ‚natürlichen‘ Hocken ergibt. So kann der Stuhl wesentlich leichter abgesetzt werden – und zwar ohne den ungesunden starken Druck, zu dem Betroffene von Verdauungsproblemen sich häufig gezwungen sehen. Studien belegen diese positive Wirkung: Im Schnitt dauert eine Darmentleerung ohne Hocker ca. 130 Sekunden, während dieser Vorgang mit Hocker, also in einer ‚hockenden‘ Position durchschnittlich nur 50 Sekunden dauert. Ermöglicht wird dies durch eine weitere Öffnung des Enddarms, die durch eine gerade Ausrichtung, bedingt durch den günstigen Winkel, erreicht wird.

Was Sie durch einen Toilettenhocker bewirken können

Tatsächlich können sich zu Verdauungsproblemen neigende Menschen das Leben mit einem Toilettenhocker ein bisschen leichter machen. Einmal davon abgesehen, dass Probleme beim Stuhlgang ganz einfach lästig und überaus unangenehm sind, ist besonders das verstärkte Pressen problematisch. Denn häufiges starkes Pressen kann kleine Risse bewirken und führt auf Dauer fast immer zu Problemen mit Hämorrhoiden. So kann ein Hocker vor der Toilette nicht „nur“ den Stuhlgang erleichtern, sondern auf diese Weise sogar Erkrankungen und Verletzungen verhindern.

Was ein Toilettenhocker nicht leisten kann

Wenngleich ein Toilettenhocker durchaus „eine feine Sache“ ist, ist er natürlich auch kein Wundermittel. Allzu überschwänglichen Beschreibungen mancher Hersteller, die ihren Hockern glatt die Fähigkeit zusprechen, Darmkrebs zu verhindern, chronische Darmentzündungen zu heilen und Entleerungsstörungen im Nu verschwinden lassen zu können, sollte man besser keinen Glauben schenken. Bei massiven bzw. dauerhaften Verstopfungen kann die richtige Sitzposition meist leider nicht mehr als ein Element in einer umfänglichen Therapie darzustellen.

Für wen ist ein Toilettenhocker zu empfehlen

Grundsätzlich macht die Anschaffung eines Toilettenhockers für jeden Menschen Sinn, da die Entleerung des Darms definitiv erleichtert wird. Wer allerdings nie Probleme mit dem Stuhlgang hat, tut sich mit der bei uns verbreiteten Sitzhaltung offensichtlich auch keinen Schaden an und muss nicht auf die bei Problemen empfohlene Hockhaltung umsteigen. Diese empfiehlt sich vor allem für alle Menschen, die gelegentlich oder auch häufig mit Verstopfungs-Problemen zu kämpfen haben und bei denen der Stuhlgang nicht immer problemlos und ‚rund‘ läuft. In diesen Fällen kann ein simpler Hocker wahre Wunder bewirken. Sie können das natürlich auch ohne Hocker testen, z. B. indem Sie ein paar Bücher oder ähnliches entsprechend platzieren.

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