Natürliche Hilfe gegen Kopfschmerzen

Kopfschmerzen sind ebenso verbreitet wie unangenehm. Mediziner unterscheiden x Arten von Kopfschmerzen, die für Betroffene letztendlich alle das gleiche bedeuten: bohrende, brummende, pulsierende oder stechende Schmerzen, die einem den Tag gehörig verderben können. Verständlich also, dass viele Menschen direkt zur Schmerztabelle greifen, ohne sich über deren potentielle Risiken überhaupt Gedanken gemacht zu haben. Dabei lassen sich viele Kopfschmerzen auch ganz ohne Chemie rasch und zuverlässig lindern, Omas Hausmittel sind hier oftmals besser als ihr Ruf. Wir zeigen Ihnen die besten Mittel und Wege, dem Kopfschmerz auf natürliche Weise zu Leibe zu rücken.

Tipp 1: Wundermittel Wasser

Um Kopfschmerzen zu lindern, ist nicht immer komplizierte Chemie vonnöten. Oft kann auch einfaches Wasser wahre Wunder wirken. Den Tipp, viel zu trinken, kennen die meisten. Grund dafür ist nicht, dass viel Trinken Kopfschmerzen vertreibt, sondern vielmehr, dass der Schmerz oftmals durch einen Flüssigkeitsmangel ausgelöst wird. Gleichen wir diesen aus, vergehen meist auch die Schmerzen rasch.

Aber nicht nur das Trinken von Wasser kann lindernd bei Kopfschmerzen wirken. Je nach Ursache kommen auch ein entspannendes Vollbad, kalt-warme Teilbäder oder ein kühler Schlag Wasser in den Nacken in Frage.

Ein Vollbad für rasche Entspannungfrau-badet-kerzenschein

Vollbäder empfehlen sich immer dann, wenn allgemeiner Stress als Auslöser für die Kopfschmerzen wahrscheinlich ist. Idealer Weise geben Sie entspannende Badezusätze zum Wasser und nehmen sich 15 bis 20 Minuten Zeit (nicht länger!). So entspannen verkrampfte Muskeln, die Durchblutung wird gefördert und es gelingt oft, Stress und Hektik des Alltags eine Zeitlang auszublenden. Oftmals genügt diese kurze Auszeit bereits und die Kopfschmerzen verschwinden.

Wechselwarme Teilbäder für bessere Durchblutung

Ebenfalls sehr hilfreich bei Verspannungen und Durchblutungsproblemen – die zu den häufigsten Gründen für Kopfschmerzen zählen – sind wechselwarme Teilbäder. Stellen Sie sich dafür zwei Behältnisse mit ca. 38 °C und ca. 18 °C warmem bzw. kaltem Wasser bereit und halten Sie Arme (bis zum Ellbogen) oder Füße (bis knapp unter dem Knie) erst 3 – 5 Minuten in das warme Wasser und danach 5 – 10 Sekunden ins kalte. Wiederholen Sie dies 3 Mal. Idealer Weise ziehen Sie sich anschließend warme Wollsocken oder Wollhandschuhe an und laufen eine Zeitlang auf und ab bzw. ballen und strecken Ihre Hände. Ihre Durchblutung kommt auf Hochtouren und Kopfschmerzen vergehen häufig erstaunlich schnell.

Kalter Nackenguss gegen Schmerzen im Hinterkopf

Wer kennt ihn nicht, den unangenehmen und kaum zu ignorierenden Schmerz im Hinterkopf. Versuchen Sie es statt mit einer Tablette einmal mit diesem simplen Trick: Stellen Sie das Wasser am Hahn richtig kalt und übergießen Sie Ihren Nacken mit einer Handvoll davon. Nach einem kurz Schreckmoment passiert in der Regel etwas Erstaunliches: Reflexartig erhöht der Körper die Durchblutung zum Gehirn und lindert damit Kopf- und auch Nackenschmerzen außerordentlich effektiv.

Tipp 2: Mit Wärmebehandlungen gegen Kopfwehfrau-rueckenschmerz-ambulante-behandlung

Ganz ähnlich dem warmen Vollbad funktionieren auch gezielte Wärmebehandlungen im Nacken. Legen Sie dazu ein Körnerkissen oder ähnliches in den Nacken und spüren Sie, wie die Muskulatur sich entspannt. Oftmals geht eine direkte Linderung der Kopfschmerzen mit diesem Effekt einher.

Tipp 3: Alleskönner Ingwer

Die scharfe Wurzel ist heute fester Bestandteil zahlreicher Rezepte und für seine positive Wirkung bei Übelkeit recht gut bekannt. Wussten Sie aber, dass Ingwer Ihnen auch bei Kopfschmerzen gute Dienste erweisen kann? Probieren Sie einmal im akuten Fall einige Minuten auf einer Scheibe der geschälten Knolle herum zu kauen. Die entspannenden, entzündungshemmenden und schmerzstillen Inhaltsstoffe nehmen sofort Ihre Arbeit auf. Der Geschmack ist Ihnen dann doch etwas zu intensiv? Dann versuchen Sie es einmal mit etwas geriebenem Ingwer in Ihrem Orangensaft oder einem Ingwertee mit Honig.

Haben Sie die Möglichkeit dazu, kann Ihnen auch eine Packung mit Ingwerpaste helfen, besonders zu empfehlen bei Kopfschmerzen, die von einer Erkältung rühren oder durch eine Nasennebenhöhlenentzündung verursacht werden. Vermischen Sie dazu 1 – 2 Teelöffel geriebenen Ingwer mit 1,2 gemahlenen Nelken und tragen Sie das Ergebnis auf Ihre Stirn. Nach ca. 15. Minuten nehmen Sie die Masse mit lauwarmem Wasser ab und gönnen sich im Anschluss noch eine kleine Ruhephase. Nicht erschrecken: Ihre Stirn wird sicher rot sein, gut so, dann wurde die Durchblutung gesteigert – so wie gewünscht.

Tipp 4: Sanfte Schmerzlösung durch Akupressurmann-beauty-massage

Viele akute Schmerzen lassen sich auch durch eine gezielte Druckmassage, die so genannte Akupressur, lindern. Die entsprechenden Punkte sind leicht zu finden, so dass wenig Übung genügt, um eine solche Massage selbst durchzuführen. Ziel ist es, einen negativen Energiefluss auszugleichen und so Schmerzen sanft, aber rasch zu lindern.

Die entsprechenden Punkte sind leicht zu finden. Instinktiv massiert sich mancher Kopfschmerzgeplagte die Schläfen und macht damit genau das Richtige. Denn ca. einen Fingerbreit neben der Augenbraue liegt der Punkt Hsi-san, dessen sanfte und kreisende Stimulation oft schon nach 1 – 3 Minuten Linderung verschafft. Schließen Sie während der Massage die Augen und versuchen Sie, sich völlig zu entspannen.

Ein weiterer Akupressur-Punkt befindet sich auf der Mitte des Nasenrückens. Üben Sie bei akuten Schmerzen mit Mittel- und Zeigefinder für etwa 30 Sekunden konstanten leichten Druck auf diesen Punkt aus. Alternativ oder zusätzlich massieren Sie mit leichtem Druck und kreisenden Bewegungen die beiden höchsten Punkte an linker und rechter Augenbraue für 1 – 3 Minuten und schließen Sie auch hierbei nach Möglichkeit die Augen.

Tipp 5: Der Ursache auf die Spur gehen

Leiden Sie häufig an Kopfschmerzen, ohne dass sich dafür eine medizinische Ursache ausmachen lässt, könnten die Gründe selbst gemacht sein. Das Gute daran: Ist dies der Fall, können Sie das Problem beim Kern packen und Ihre Kopfschmerzen von vornherein verhindern, eher diese überhaupt entstehen.

Weniger Stress dank der richtigen Einstellung

Sie stehen immer unter Strom. Zähneknirschen und ein verspannter Nacken gehören für Sie zum Alltag dazu. Na, wenn das mal nicht der Grund für Ihre häufigen Kopfschmerzen ist. Fragen Sie sich einmal, warum Sie so gestresst sind. Muten Sie sich zu viel zu? Oder gehen Sie mit der falschen Einstellung an die Dinge. Machen Sie sich eins klar: Niemand ist perfekt und niemand kann von Ihnen erwarten, dass Sie perfekt sind. Geraten Sie an Ihre Grenzen, gestehen Sie sich dies einfach ein. Brauchen Sie eine Pause, machen Sie eine. Permanente Überforderung führt leider nicht zu mehr Leistung, sondern auf Dauer zum Gegenteil. Haben Sie hier ein echtes Problem, sprechen Sie mit Ihrer Familie, Ihrem Vorgesetzen, Freunden oder wen auch immer es betrifft und finden Sie gemeinsam eine vernünftige Lösung.

Kopf (schmerz)frei dank ausreichend Sport und Bewegungsenior-paar-laeuft

Mancher will es nicht hören, aber wahr ist es dennoch: Sport und Bewegung, besonders im Freien, bieten uns einen hervorragenden Ausgleich zum Alltag, wirken sich positiv auf unser Immunsystem, das Herz-Kreislauf-System und die allgemeine Fitness aus, geben uns etwas Zeit zum Abschalten und ‚Runterkommen‘ und wirken vorbeugend gegen die verschiedensten (stressbedingten) Krankheiten und Beschwerden. Also schnüren Sie öfter mal die Laufschuhe und drehen Sie eine Runde, Sie werden sehen, es wird Ihnen in vielerlei Hinsicht gutgeht.

Bewusste Entspannung für mehr innere Ruhe

Wer dazu neigt, sich selbst unter Druck zu setzen und daher häufig gestresst ist, sollte sich Mechanismen suchen, die ihm helfen, sich ganz bewusst zu entspannen und negative Anspannung wieder loszuwerden. Wie Ihnen dies gelingt, müssen Sie im Zweifel einfach herausfinden. Dem einen helfen Entspannungsübungen, z. B. beim Yoga oder autogenem Training, der nächste schaltet bei richtig ansprengendem Fitness-Training am besten ab und dem übernächsten genügt eine halbe Stunde bei einer wohligen Massage. Hauptsache: Sie gönnen sich diese kleinen Auszeiten regelmäßig und genießen Sie bewusst und ohne darüber nachzudenken, ob Sie die Zeit womöglich auch anderweitig nutzen könnten!