Schnelle Hilfe für Kälte-geplagte Haut

Fühlt auch Ihre Haut sich im Winter trocken und rau an, rötet sie sich sogar oder juckt an bestimmten Stellen, dann sind Sie mit diesen Symptomen nicht allein. Unsere Haut mag keine Kälte und reagiert entsprechend gestresst. Betroffen sind alle Menschen, ganz unabhängig wie kälteempfindlich oder -resistent sie ansonsten sind. Bekommt die Haut nun nicht die richtige Pflege, können Hautreizungen bis hin zu Entzündungen auftreten. Erfahren Sie, was Ihre Haut jetzt braucht und wie Sie am besten mit heiler Haut durch die kalte Jahreszeit kommen.

Das falsche Klima für die Haut

juckreiz-300pxUnsere Haut fühlt sich am wohlsten, wenn das Wetter feucht und warm ist. Denn dann kann sie ausreichend Wasser aufnehmen und genug Talg produzieren – die Voraussetzungen für eine geschmeidige Haut. Bei kalten Temperaturen ist der Feuchtigkeitsgehalt in der Luft viel geringer, so dass zum einen auch weniger Wasser aufgenommen werden kann und zum anderen das Wasser in der Haut leichter verdunstet. In der Folge trocknet die Oberhaut aus und wird spröde. Auch wird weniger Talg produziert, der als Schutzfilm für die Hautoberfläche dient.

 

Wichtig: eine intakte Hautbarriere

Ernst zu nehmendes Alarmzeichen für einen durchlässigen Schutzfilm ist Juckreiz. Dieser zeigt an, dass Bakterien eindringen, die zwar an sich meist harmlos sind, aber die Haut reizen. Unser Immunsystem möchte die Eindringlinge wieder loswerden und reagiert mit einer Entzündung, aus der im schlimmsten Fall ein Ekzem entstehen kann. Unsere Hautbarriere sollten wir also gut schützen. Gut zu wissen, dass man dafür einiges tun kann.

Gut geschützt in die Kälte

Verzichten Sie im Winter nicht auf Bewegung an der frischen Luft und auch bei Minustemperaturen nicht auf Ihren gewohnten Spaziergang. Gemäß der alten Weisheit „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur die falsche Kleidung“, hüllen wir uns zum Schutz unseres Körpers vor Auskühlung in mehrere Kleidungsschichten, bevor wir nach draußen in die Kälte gehen. Auch unsere Haut lässt sich nach diesem Prinzip schützen, mit sogenannten Kälteschutzcremes oder Cold Creams, die eine Schutz-Schicht auf der Haut bilden und so wind- und kältebedingte Wettereinflüsse gut abwehren.

Extra-Schutzschicht für das Gesicht

trockene-heizungsluft-300pxGerade die dünne Haut im Gesicht ist anfällig für Kälte und Wind und sollte auf langen Winterspaziergängen gut geschützt werden. Kälteschutzcremes sind reichhaltige Cremes, die einen Fettfilm bilden, mit dem die Haut abgedichtet und vor Erfrierungen und Couperose geschützt wird. Tragen Sie die Fettcreme nur dünn auf und benutzen sie nicht jeden Tag. Denn unter der Fettschicht bildet sich Schweiß, der nicht richtig verdunsten kann und so einen Nährboden für Bakterien und Pilze bietet. Daher ist es wichtig, die Cold Cream wieder abzuwaschen, wenn Sie nach Ihrem Aufenthalt im Freien ins Haus zurückkehren.

Das andere Extrem: Trockene Heizungsluft

Im Haus ergeht es unserer Haut im Winter übrigens nicht besser, denn die Luft ist hier genauso trocken wie draußen. Schuld daran ist die laufende Heizung, die der Luft und damit auch unserer Haut Feuchtigkeit entzieht. Ein Luftbefeuchter ist eine gute Möglichkeit, mit der Sie für eine höhere Luftfeuchtigkeit in der Wohnung und für mehr Wohlbefinden Ihrer Haut sorgen können. Auch die ständige Umstellung von warmer Raumluft zu kalten Außentemperaturen ist eine Belastung für unsere Haut, die verhindert, dass der Säureschutzmantel sich regenerieren kann. Mit der passenden Hautpflege geben Sie Ihrer Haut die nötige Unterstützung, um ihre Schutzfunktionen aufrecht zu erhalten.

Die richtige Hautpflege im Winter

Um die Hautbarriere effektiv zu schützen, gilt es, die Pflege auf die äußeren Bedingungen (sprich: das Wetter) abzustimmen. Gerade die Reinigung der Haut sollte im Winter sehr schonend erfolgen, um weitere Zumutungen von der gereizten Haut fernzuhalten. Viel Feuchtigkeit ist jetzt besonders wichtig für die Haut. Daher empfehlen sich besonders ölhaltige Pflegecremes sowie Körper- und Gesichtsöle.

  • Hände

Seife erhöht den pH-Wert der Haut, was eine ideale Basis für die Vermehrung von Bakterien bildet und bei trockener Haut zu Allergien und Entzündungen führen kann. Verwenden Sie rückfettende Reinigungsprodukte mit Kakaobutter oder Sesam- und Avocado-Öle, wie Sie diese auch für die Reinigung Ihres Gesichts verwenden. Cremen Sie die Hände nach jedem Waschen mit einer reichhaltigen Handcreme ein.

  • Gesicht

Tragen Sie morgens und abends nach der Reinigung als erstes ein Feuchtigkeitsserum auf. Dies lässt Feuchtigkeit tiefer in die Haut eindringen als eine Creme und bildet zudem die ideale Grundlage, damit die Feuchtigkeit der darüber aufgetragenen Gesichtscreme besser in die Haut gelangt. Gegen fahlen Teint empfiehlt sich abends eine nährstoffreiche Pflegecreme über dem Feuchtigkeitsserum. Ab und zu eine reichhaltige Gesichtsmaske verwöhnt die Haut im Winter zusätzlich.

  • Kopfhaut

Trockene Kopfhaut tritt vermehrt im Winter auf und kann zu Schuppen führen. Mit einem Haaröl beruhigt und schützt man die empfindliche Kopfhaut.

  • Körper

Die tägliche Dusche sollte kurz und nicht zu heiß sein. Auch ein Vollbad sollte bei höchstens 39°C maximal 15 Minuten dauern, denn Wasser wäscht den Fettfilm von der Haut und entzieht ihr so noch mehr Feuchtigkeit. Wenn Sie gerne länger baden, geben Sie Öl mit ins Badewasser oder versuchen Sie es mal mit einem Salzbad, denn Salz bindet Feuchtigkeit. Bevorzugen Sie ein mildes Duschöl gegenüber ihrem herkömmlichen Duschgel. Sofortiges Eincremen danach nicht vergessen!

  • Lippen

Unsere Lippen sind Kälte und trockener Heizungsluft ungeschützt ausgesetzt, denn sie besitzen keine Talgdrüsen und somit keinen Schutzfilm. So werden sie schnell trocken, spröde und rissig. Lippenpflegestifte mit feuchtigkeitsbindenden Substanzen, mehrmals täglich angewandt, bieten einen guten Schutz. Für besonders geschmeidige Lippen können Sie diese hin und wieder abends mit Honig bestreichen und diesen einwirken lassen.