So wichtig wie die Luft zum Atmen – Warum wir ohne Schlaf nicht funktionieren

Die scherzhafte Floskel „Wir verschlafen ca. ein Drittel unseres Lebens“ kennt fast jeder. Doch mit „verschlafen“ hat die lebenswichtige Regeneration, die regelmäßiger Schlaf uns ermöglicht, wirklich nichts zu tun. Im Gegenteil: Es ist nicht nur gesund, sondern absolut unerlässlich für einen funktionierenden Organismus, dass wir ausreichend schlafen. Genau aus diesem Grund werden wir auch müde, der Körper versucht dafür zu sorgen, dass wir schlafen, wenn es Zeit wird.  Doch was passiert, wenn dieser Mechanismus nicht mehr greift oder wir ihn bewusst umgehen?

Während wir schlafen…

Seit einigen Jahrzehnten interessiert sich die Forschung aus den verschiedensten Gründen brennend für unseren Schlaf. Dabei kamen erstaunliche Erkenntnisse zu Tage, während manche Fragen nach wie vor offen sind.

Fest steht: Während der Körper sich einerseits während des Schlafens ausruht und erholt, indem verschiedene Funktionen und Areale nur noch auf Sparflamme arbeiten, laufen zugleich komplexe Prozesse ab. Besonders unser Gehirn durchläuft während der verschiedenen Schlafphasen überaus aktive Phasen, man spricht davon, dass das Hirn die Erlebnisse des Tages verarbeitet. Aber nicht nur das, besonders die Ausschüttung verschiedener Hormone ermöglicht komplexe Körperprozesse und -funktionen, die für Wachstum, Regeneration, Verdauung, unsere Immunabwehr und vieles mehr entscheidend sind.

Zu wenig Schlaf macht nicht nur müde

Bekommt unser Körper nicht mehr ausreichend Schlaf, merken wir dies augenblicklich daran, dass wir uns müde und abgeschlagen fühlen. Leider ist das nicht alles: Studien haben zweifelsfrei ergeben, dass Schlafmangel schon nach kurzer Zeit zu psychischen Problemen, wie Depressionen oder Aggressivität, führen, die körperliche Leistungsfähigkeit einschränken, Alterungsprozesse beschleunigen und verschiedene Krankheiten begünstigen kann. Bringen wir unseren Schlafrhythmus aus dem Gleichgewicht, kann dies fatale Folgen für unseren Organismus haben.

Schlechter Schlaf wird zur Volkskrankheit

Ursprünglich war es ganz einfach: Ging die Sonne unter, gingen wir ins Bett, ging sie wieder auf, war auch für die Menschen die Nacht und damit die Schlaf-Phase vorbei. Doch in modernen Gesellschaften wie der unseren verliert der Sonnenauf- und -untergang zunehmend an Einfluss auf unseren Tages-Rhythmus. Doch das ist nicht der einzige Grund, aus dem Schlaf-Störungen immer verbreiteter werden. Häufige Ursachen für Schlaf-Störungen reichen von einem unnatürlichen oder unregelmäßigen Schlaf-Rhythmus (z.B. aufgrund von Schichtarbeit) über Stress und ungünstige Schlafräume bis hin zum Klassiker, der durchgelegenen Matratze.

Einfach besser schlafen: Unsere 3 besten Tipps!

Analysieren Sie Ihr Schlaf-Verhalten: Wer unter schlechtem Schlaf leidet, muss natürlich zuerst einmal herausfinden, woher dieses Problem eigentlich kommt. Nehmen Sie Ihren Schlaf bzw. Ihre Gewohnheiten vor dem Zubettgehen dafür einmal genau unter die Lupe. Welche Faktoren könnten Einfluss nehmen? Vielleicht Ihre Ess- oder Trinkgewohnheiten? Oder die Beleuchtung? Das Bett? Auch zu viel Trubel vor dem Schlafen erschwert oftmals das Einschlafen. Sobald Sie potentielle Gründe ausfindet gemacht haben, können Sie effektiv Lösungen für Ihr Problem finden.

Betten Sie sich richtig: Unnötiger Weise ist ein falsches Bett einer der häufigsten Gründe für schlechten Schlaf. Zu kalt, zu warm, zu hart, zu weich, die Liste der Probleme, die uns den Schlaf rauben können, ist lang. Besonders, wenn Sie morgens unter Rücken- oder Kopfschmerzen leiden oder Ihr Gesicht von Knitterfalten gezeichnet ist, spricht vieles dafür, dass Ihre Matratze und/oder Ihr Kissen nicht gut für Sie sind. Wenn Sie nachts frieren oder schwitzen, haben Sie offenbar nicht das ideale Bettzeug. Das Gute daran: Diese Probleme lassen sich sehr leicht beheben!

Kommen Sie zur Ruhe: Wenn Sie abends oft wach im Bett liegen und nicht einschlafen können, mag es daran liegen, dass Ihr Körper einfach noch zu aufgedreht ist. Kommen Sie also bewusst zur Ruhe. Kein Sport vor dem Schlafengehen, kein schweres Essen, keine laute Musik oder aufregende Fernsehsendungen. Lesen Sie ein Buch und hören Sie ruhige Musik und helfen Sie Ihrem Organismus sachte in den Ruhe-Modus zu wechseln.