Winterdepression? Nein danke!

Je kürzer die Tage, desto schlechter die Laune? Kaum jemand kann von sich behaupten, das kalte und hierzulande leider oft sehr trübe Winterwetter mache ihm gar nichts aus. Viele Menschen hat der „Winterblues“ allerdings so fest im Griff, dass sie sich regelrecht abkapseln, am liebsten nur noch allein sein wollen und eigentlich immer müde sind. Der Begriff „Winterdepression“ kommt also nicht von ungefähr. Glücklicher Weise lässt sich diese allerdings sehr viel besser und schneller in den Griff bekommen als die herkömmliche Form der Depression. Wie verraten Ihnen wie!

 

Was ist eine Winterdepression und woher kommt sie?

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Eines vorweg: Wenngleich der Begriff Winterdepression häufig etwas leichtfertig gebraucht wird, um beispielsweise ein kleines Stimmungstief aufgrund von Dauerregen zu bezeichnen, so beschreibt der Ausdruck dennoch ein medizinisch anerkanntes und weitverbreitetes Problem, nämlich die sogenannte saisonal abhängige Depression (SAD). Was wir gefühlt ohnehin wissen, lässt sich auch wissenschaftlich belegen, dunkle trübe Tage schlagen aufs Gemüt, da der Mangel an Tageslicht unseren Hormonhaushalt ungünstig beeinflusst.

Wie zeigt sich eine saisonal abhängige Depression?

Die Symptome einer Winterdepression sind denen einer „klassischen“ Depression sehr ähnlich. Zu nennen sind hier vor allem eine allgemeine Abgeschlagenheit, andauernde Müdigkeit, schlechte Stimmung und der Wunsch, sich seinen sozialen Verpflichtungen zu entziehen. Anders als bei einer Depression, die in der Regel zu Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust führt, zählen auch ein vermehrter bis übermäßiger Appetit und das damit verbundene „Anfuttern von Winterspeck“ zu den typischen Begleiterscheinungen einer SAD.

Ursachen einer saisonal abhängigen Depression

Der Grund für den krankhaften Winterblues ist mit großer Wahrscheinlichkeit gefunden: Der Mangel an Tageslicht führt bei empfindlichen Menschen zu einem hormonellen Ungleichgewicht, welches für die besagten Symptome verantwortlich ist.

Genauer: Experten gehen davon aus, dass die beiden Hormone Serotonin und Melatonin bei der Erklärung einer saisonal abhängigen Depression die entscheidende Rolle spielen. Denn während Serotonin, welches sich förderlich auf unseren Wachzustand und unsere allgemeine Stimmung auswirkt, vor allem tagsüber, wenn es draußen hell ist, produziert wird, läuft die Produktion von Melatonin, einem Hormon, das z.B. das Einschlafen fördert, nachts bzw. im Dunkeln auf Hochtouren. Kehrt sich also im Winter das Verhältnis von hellen zu dunklen Stunden am Tag um, nimmt dies Einfluss auf die Produktion der beiden Hormone. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Körper zu viel des auch als „Schlafhormon“ bezeichneten Melatonins und zu wenig des „Glückshormons“ Serotonin bekommt, nimmt also zu. In diesem Missverhältnis zwischen den beiden „müde- und wachmachenden“ Hormonen glauben Forscher den Hauptgrund für eine Winterdepression gefunden zu haben.

Bei anhaltenden Symptomen: Hilfe beim Arzt suchen

Festzuhalten bleibt: Eine Winterdepression ist ein „echtes“ Krankheitsbild, unter dem Betroffene extrem leiden. Haben Sie das Gefühl, selbst betroffen sein zu können, sollten Sie keine Scheu haben, Hilfe bei einem Fachmann zu suchen. Denn: Einmal diagnostiziert, lässt sich eine Winterdepression – anders als andere Formen von Depressionen –sehr gut behandeln und in der Regel sogar ohne den Einsatz von Medikamenten in den Griff bekommen.

Eine Lichttherapie gegen das winterliche Stimmungstief?!

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Da der winterliche Lichtmangel als Hauptursache für saisonal abhängige Depressionen gilt, liegt der Gedanke nahe, die nötige Menge an gesundem Tageslicht auf künstliche Weise zuzuführen. Hier setzt die Idee der Lichttherapie mithilfe von sogenannten Tageslichtlampen an, die in Untersuchungen bereits erstaunliche Ergebnisse hervorgebracht hat.

Das Geheimnis: extrem helle Leuchten zwischen 2500 und 10000 Lux

Normale Raumleuchten schaffen nicht mehr als 300 bis 500 Lux und kommen damit an echtes Tageslicht in keiner Weise heran. Leuchten, die im Rahmen von Lichttherapien eingesetzt werden, sind daher bis zu 10000 Lux stark und ähneln dem gesunden Licht der Sonne damit so stark, dass der Körper auf diese Form der „Beleuchtung“ ähnlich positiv reagiert wie auf natürliches Licht. Untersuchungen haben dies mehrfach bewiesen, weshalb Licht-Therapien heute auch von Medizinern empfohlen werden.

Wie funktioniert eine Licht-Therapie?

Eine Licht-Therapie kann einfach und unkompliziert durchgeführt werden. Die speziellen Tageslichtlampen werden – am besten morgens zwischen sieben und zehn Uhr – auf Kopfhöhe mit einem Abstand von ca. 80 cm vor dem Patienten platziert und schon beginnt das Licht seine stimmungsaufhellende Wirkung zu entfalten. Zwar muss man nicht direkt in die Lichtquelle schauen, allerdings muss das Gesicht zwingend dauerhaft in Richtung der Tageslichtlampe gewandt sein. Die meisten Patienten nutzen diese Zeit, um in Ruhe in der Zeitung zu lesen, zu frühstücken oder auch etwas Papierkram zu erledigen. Die Dauer der täglichen Anwendung hängt von der Lichtintensität der Leuchte ab. Bei 10000 Lux reichen bereits um die 30 Minuten täglich, bei schwächeren Lampen sollte man die Dauer der Anwendung erhöhen.
In der Regel merken Patienten bereits nach den ersten paar Tage eine erste Besserung und fühlen sich nach 2 – 3 Wochen spürbar besser, fitter und ausgelassener.

Eine Lichttherapie selber zu Hause durchführen?

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, eine Tageslichtlampe bei sich zu Hause einzusetzen, um von der stimmungsaufhellenden Wirkung des Lichts zu profitieren. Allerdings sollte grundsätzlich jeder, der den Verdacht hat, unter einer Winterdepression zu leiden, zunächst einen Arzt aufsuchen, um dort Symptome und mögliche Ursachen zu besprechen. Auch, wer Probleme mit den Augen oder der Haut hat, Medikamenten einnimmt oder unter schweren Erkrankungen, wie Lupus, leidet, sollte eine Behandlung nicht ohne vorherige Absprache mit einem Arzt beginnen.

Die besten Tipps für gute Laune trotz schlechtem Wetter!

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Ob ernstzunehmende Winterdepression oder „nur“ ein kleines Stimmungstief, weil die Sonne sich gefühlt schon seit Monaten nicht mehr blicken lassen hat – der schlechten Laune, die trübe Wintertage uns regelmäßig bescheren, müssen wir uns nicht einfach ergeben. Mit einfachen Tricks bringen Sie Ihren Körper und Geist in Schwung und lassen dem Winterblues damit keine Chance.

 1. Tipp: Der Klassiker: Gehen Sie an die frische Luft!

Eigentlich wissen Sie es doch schon…Zwar fällt es uns im Winter manchmal schwer, aber frische Luft, Bewegung und vor allem Tageslicht tun unserem Körper und damit auch unserem Wohlbefinden gut. Also: Ziehen Sie sich warm an und gehen Sie eine Runde spazieren oder joggen, fahren Sie etwas mit dem Fahrrad oder widmen Sie sich irgendeiner anderen Aktivität im Freien!

 2. Tipp: Bei Tageslichtmangel: Helfen Sie ruhig künstlich nach!

Zugegeben, ganz günstig sind Tageslichtlampen nicht. Dafür wurde ihre Wirkung in verschiedenen Test aber mehrfach nachgewiesen und im Vergleich zu einem Urlaub in der Sonne kommen Sie mit diesen speziellen Leuchten doch recht günstig an Ihre stimmungsaufhellende Portion Licht!

3. Tipp: Machen Sie sich einfach glücklich!

Gibt das Wetter Ihnen wenig Grund zur guten Laune, schaffen Sie sich einfach welche! Gerade im Winter darf man sich auch mal etwas gönnen. Merken Sie, dass Ihre Stimmung sinkt und sinkt, steuern Sie gezielt gegen. Ein Besuch im Theater? Ein Essen in dem schicken Restaurant, das Sie sich nur hin und wieder leisten? Ein kleines Trip in den Schnee oder ein Spieleabend mit Freunden. Sie selbst wissen doch am besten, was Sie glücklich und froh macht!?

4. Tipp: Suchen Sie sich Gesellschaft!

Eine kontraproduktive Reaktion auf schlechte Laune, die sich bei fast jedem Menschen beobachten lässt, ist das Vermeiden von sozialen Kontakten. Je schwerer das Stimmungstief, desto mehr neigt der Mensch dazu, sich abzukapseln. Genau falsch! Denn gute Gesellschaft macht gute Laune! Also: Auch wenn Ihnen eigentlich nicht danach ist, verabreden Sie sich und gehen Sie unter Menschen.

 5. Tipp: Finden Sie Ihren Rhythmus!

Die meisten Menschen fühlen sich im Winter häufiger müde und erschöpft als im Sommer und kommen generell morgens schwerer aus dem Bett. Der Grund ist bekannt: Im Sommer geht der Wecker meist, wenn es draußen schon hell ist oder zumindest wird, im Winter ist es draußen stockduster, aber unser Körper soll dennoch schnell wach werden.

Macht Ihnen diese Umstellung besonders zu schaffen, können Sie Ihrem Körper helfen, indem Sie sich an einen festen Rhythmus halten und immer zur gleichen Zeit aufstehen und zu Bett gehen. Vielleicht erlaubt Ihnen Ihre Arbeit ja sogar, im Winter eine Stunde später anzufangen und dafür abends länger zu bleiben?

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