Ab ins Beet – So macht Gartenarbeit Spaß!

Gartenarbeit bringt Freude, birgt aber auch einige Gefahren mit sich und kann vor allem für Rücken und Knie eine enorme Belastung bedeuten. Wenn Sie aber einige Aspekte berücksichtigen, können Sie sich gut gewappnet ins Abenteuer Gartenarbeit stürzen. Denn nach getaner Arbeit sollte man seinen Garten ohne Blessuren oder Rückenschmerzen genießen können.

Die richtige Kleidung

Hose und Oberteil: Hose und Oberteil sollten bequem sein und Sie nicht in Ihrer Bewegungsfreiheit einschränken. Lange Hosenbeine und Ärmel schützen Ihre Haut nicht nur vor direkter Sonneneinstrahlung. Auch Insekten bleibt der unmittelbare Zugriff auf Ihre Haut verwehrt. Um sich gegen Zecken zu schützen, stecken Sie die Hosenbeine in die Socken. Auf heller Kleidung entdecken Sie die gemeinen Blutsauger schneller als auf dunkler oder bunter Kleidung.

  • Schuhe: Festes Schuhwerk schützt Sie vor Fuß-Verletzungen.
  • Handschuhe: Besonders im Umgang mit Chemikalien wie z. B. Pflanzenschutzmitteln empfiehlt sich das Tragen von Schutzhandschuhen. Hautkontakt kann zu Reizungen führen. Aber auch leichte Verletzungen mit der Gartenschere oder Dornenkratzer werden so vermieden – und die können gefährlich werden. Verunreinigte Verletzungen können Wundstarrkrampf auslösen. Aber natürlich ist man auch mit Handschuhen nicht völlig vor Verletzungen gefeit. Nehmen Sie die Gartenarbeit daher nur mit einer aktiven Tetanus-Impfung auf.
  • Hut: Schützen Sie sich mit einem Hut vor der Sonne.

Den Rücken schonen

Pflanztisch: Wenn Sie kleine Blumentöpfe bepflanzen, suchen Sie sich einen bequemen Platz. An einem Pflanztisch können Sie sich einen Arbeitsbereich mit den notwendigen Utensilien einrichten. Hier haben Sie dann nicht nur alles in greifbarer Nähe. Sie können bei dieser Tätigkeit auch aufrecht am Tisch stehen. Dadurch verringern Sie die Belastung Ihres Rückens.

Rollbrett: Stellen Sie große Pflanzkübel auf ein Rollbrett. So lassen sie sich jederzeit ohne viel Kraftaufwand von der Stelle bewegen.

Schubkarre: Schwere Gegenstände wie z. B. Säcke mit Pflanzenerde sollten Sie möglichst mit einer Schubkarre transportieren.

Richtiges Heben: Wenn Sie etwas Schweres heben müssen, achten Sie auf die richtige Technik. Gehen Sie mit geradem Rücken und leicht gespreizten Beinen in die Knie. Nutzen Sie beide Hände, um die Last anzuheben. Die Hebe-Kraft sollte aus Ihren Beinen kommen. Tragen Sie den Gegenstand möglichst nah am Körper, um den Druck auf die Bandscheibe gering zu halten.

Geräte mit langem Stiel: Wählen Sie Gartengeräte, die gut in der Hand liegen und einen langen Stiel haben. So können Sie die Geräte ganz unverkrampft und mühelos halten. Ein langer Stiel sorgt dafür, dass Sie sich nicht bücken müssen. So können Sie schonend mit aufrechtem Rücken arbeiten.

Beet-Pflege: Das Anlegen von Hochbeeten bedeutet eine enorme Entlastung, denn man entgeht dem anstrengenden Bücken und Hinknien. Bei der Pflege von ebenerdigen Beeten können Sie auf einige nützliche Hilfen zurückgreifen. Zum schonenden Arbeiten empfiehlt sich ein Knie-Kissen oder eine Knie-Bank. So verringern Sie die Druckbelastung und schonen Knie und Rücken. Eine Knie-Bank hat oft seitliche Stütz-Griffe, die das Hinknien und Aufstehen erleichtern. Auch hier sollte der Rücken immer gerade gehalten werden.

Abwechslung und Pausen: Verhindern Sie einseitige Belastungen, indem Sie regelmäßig Ihre Tätigkeiten wechseln. Zudem sollten Sie sich zwischendurch Pausen gönnen (besonders an heißen Tagen) und einen entspannten Blick auf Ihren Gartengenießen.