Glücklich-Macher: Garten – So gut tut uns ein schöner Garten!

Freude, Entspannung, Fitness, Gesundheit, sogar Therapie: all das bietet uns die Gartenarbeit. Aus gutem Grund ist das Gärtnern also eine der liebsten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Je aktiver man ist, desto besser – dies gilt auch fürs Gärtnern. Gartenarbeit ist in der Präventionsmedizin mittlerweile als effektiver Schutz vor Zivilisationskrankheiten anerkannt. Wie Sie die Lust am Gärtnern voll auskosten, sich durch Gartenarbeit fit halten und Ihren Körper schonen können, wollen wir Ihnen in unserem Garten-Ratgeber nahe bringen.

Die Themen im Überblick:

Balsam für die Seele – Warum Sie möglichst viel Zeit im Freien verbringen sollten

Ein grünes Blätterdach; die bunte Farbenpracht der Blumen; die klare, frische Luft nach einem Regenschauer; sanft fließendes Wasser – in der Natur zu sein macht uns glücklich und entspannt. Das fühlen wir intuitiv, nicht erst seit in wissenschaftlichen Studien herausgefunden wurde, dass Natur und Grünanlagen Körper und Psyche gut tun. Diese Studien bestätigen, dass allein der Anblick von Blumen und Pflanzen gemeinsam mit den Naturgeräuschen zur Entspannung, zur Senkung des Blutdrucks und zur Linderung von Schmerzen führt. Bewegt man sich im eigenen Garten bei Sonnenschein und frischer Luft, werden Stress und Ängste abgebaut. Die körperliche Aktivität setzt Glückshormone frei und schafft gute Laune, Zufriedenheit und Gelassenheit.

Gartenarbeit – ein Erlebnis für alle Sinne

Eine wahre Wohltat für unsere Sinne sind die vielen Eindrücke, die beim Gärtnern gewonnen werden. Der Duft von frisch geschnittenem Gras und Kräutern, das Wühlen mit den Händen in der Erde, das Lauschen des fröhlichen Vogelgezwitschers – bei der Gartenarbeit werden Geruch, Tastsinn und Gehör angesprochen, wir trainieren unsere Balance, dehnen und strecken uns. Eine wohltuende und wichtige Abwechslung zur heutigen Zeit, in der wir uns nur noch selten draußen aufhalten, die meiste Zeit vorm Computer und Fernseher verbringen, ständig von Musik und vom Verkehrslärm beschallt werden. Beim Gärtnern wird unsere Kreativität neu geweckt, da wir wieder in Einklang mit unserem Körper und unserem Wesen kommen.

Von der Gartenarbeit profitieren alle

Viel netter zu seinen Mitmenschen und weniger egoistisch wird man – genau, je mehr Zeit man in der freien Natur verbringt! Mit Gartenarbeit tut man sich selbst und anderen und nicht zuletzt auch der Umwelt etwas Gutes. Ein gepflegter Garten ist schön anzuschauen, verbessert die Luft und kann auch für Familie und Freunde zu einem Ort der Entspannung werden. Besitzt man keinen eigenen Garten, gibt es die Möglichkeit einen Kleingarten von der Stadt oder einem Verein zu pachten. Das Gartenglück im Schrebergarten hat längst den Ruf der Spießigkeit verloren, seit auch die junge urbane Bevölkerung zunehmend auf Bio und Entschleunigung setzt.

Buddeln, zupfen, mähen, graben – Fit durch Gartenarbeit

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Unser Garten ist nicht nur ein Ort zum Wohlfühlen, sondern auch ein Ort, an dem wir uns ganz nebenbei fit halten können. Arbeitet man 3-5 Mal die Woche für mindestens 30 Minuten im Garten, hat dies bereits positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Bei der Gartenarbeit kommt der gesamte Körper zum Einsatz, Herz und Kreislauf werden trainiert, die Durchblutung angekurbelt. Gärtnern ist ein echtes Kraft- und Beweglichkeitstraining, denn beim Beete bepflanzen, Rosen schneiden und Rasen mähen werden alle Muskelgruppen an Armen und Beinen, Rücken und Bauch aktiviert. Gartenarbeit regt den Stoffwechsel an, stärkt das Immunsystem wie auch die Knochen, beeinflusst die Blutfettwerte positiv und senkt das Diabetes-Risiko. Bei der Gartenarbeit bildet unser Körper das lebensnotwendige Vitamin D, welches nicht nur Osteoporose, sondern auch Krebserkrankungen und Herzproblemen vorbeugt.

Achten Sie auf richtiges Maß und die richtige Haltung bei der Gartenarbeit

Der Klassiker: Nach monatelanger Abstinenz legt man im Garten wieder richtig los und will alles an einem Wochenende erledigen. Stundenlanges Schneiden, Harken, Jäten, Pflanzen – alles im Bücken und Knien. Über Muskelkater und Rückenschmerzen darf man sich da nicht wundern. Gartenarbeit ist jedoch nicht grundsätzlich rückenschädlich, sofern Sie ein paar einfache Dinge beachten. Wichtig ist zuallererst mal die richtige Einstellung: Vermeiden Sie falschen Ehrgeiz und Stress, bei der Gartenarbeit sollten Freude und Spaß im Vordergrund stehen. Achtet man dabei auf eine körperschonende Haltung wird Gartenarbeit zu einer wohltuenden körperlichen Aktivität.

So schonen Sie Ihre Knie bei der Gartenarbeit

Zur Gartenarbeit gehört viel Vorbeugen, Bücken und Knien. Neben dem Rücken werden dadurch vor allem die Knie belastet. Um Ihre Knie zu entlasten, sollten Sie wann immer möglich das Hocken und Knien durch Sitzen ersetzen. Dies gelingt oft, indem man Arbeitsgeräte mit längeren Griffen verwendet. Lässt sich das Knien nicht vermeiden, z.B. beim Unkrautzupfen, vermindern Sie die Druckbelastung Ihrer Knie durch Polster. Es  gibt heute auch clevere Gartenhilfen, die Ihnen sowohl als Knie- als auch als Sitzbank dienen, im gut sortieren Handel werden Sie fündig! Tipp: Trainieren Sie Ihre Beinmuskeln. Starke Beinmuskeln geben dem Kniegelenk besseren Halt.

Gartenarbeit rückenfreundlich gestalten

Beim Gärtnern ist es wichtig, auf seine Haltung und Bewegungsabläufe zu achten, denn häufig wird eine falsche Körperhaltung eingenommen. Statt die Wirbelsäule zu strecken, wird sie beim Bücken und Heben über längere Zeit gekrümmt. Und auch stundenlange eintönige Arbeiten tragen nicht zur Rückengesundheit bei. Um Arbeiten in Bodenhöhe nicht mit gekrümmtem Rücken auszuführen, sollte man diese in der Hocke erledigen. Bei längerem, gebücktem Arbeiten sollten Sie sich hinsetzen oder -knien. Durch häufigeres Aufstehen und Haltungswechsel bzw. dem Nachgehen anderer Aktivitäten, vermeiden Sie einseitige und gleichförmige Belastungen.

Heben ohne den Rücken zu belasten

Der große Blumentopf, die volle Gießkanne, der Sack Erde – bei der Gartenarbeit kommt man ums Heben und Tragen von Lasten nicht umhin. Heben ist einfacher und rückengesunder, wenn Sie dabei die Knie beugen und die Kraft Ihrer Beine einsetzen. Vermeiden Sie ruckartige Bewegungen sowie Drehbewegungen des Rückens und halten Sie Schweres dicht am Körper. Schwere Lasten teilt man besser in kleinere Mengen auf oder transportiert sie in der Schubkarre.

Ergonomische Gartengeräte – Ihrem Rücken zuliebe

Als rückengerechte Gartengeräte werden Arbeitsgeräte mit langen Stielen oder Teleskopstielen bezeichnet, die sich individuell auf die passende Größe einstellen lassen und Ihnen eine aufrechte Haltung bei der Gartenarbeit ermöglichen. Ergonomische Gartenwerkzeuge können Ihnen sowohl beim Umgraben und Boden lockern als auch beim Unkraut jäten, Harken oder Zwiebeln stecken die Arbeit erleichtern. Zu diesen gehören u.a. Werkzeuge mit geschwungenem Griff; Geräte aus leichten Materialien, die nicht zu schwer sind; Spaten mit kleinerem Spatenblatt, mit denen Sie nicht zu viel Erde auf einmal bewegen müssen.

Kleine Pausen entlasten Ihren Rücken

Weniger ist mehr – legen Sie zwischendurch häufiger eine kleine Pause ein, in der Sie die getane Arbeit begutachten und sich über Ihre erbrachte Leistung freuen. Wenn sich Rückenschmerzen bereits während der Gartenarbeit ankündigen, unterbrechen oder beenden Sie Ihre Arbeit. Entlasten Sie Ihren Rücken, indem Sie sich im Garten- oder Liegestuhl ausruhen und währenddessen einfach mal Ihren Garten genießen.

Gesundes Sitzen im Garten – Diese Alternativen zum Plastikstuhl tun Ihrem Rücken gut

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Im Sommer verbringen wir viel Zeit draußen – gute Gründe, um bei unseren Gartenmöbeln nicht nur auf Aussehen und Bequemlichkeit, sondern auch auf die Rückengesundheit zu achten. Gartenstühle mit steifen, unverstellbaren Rückenlehnen zwingen uns in starre Sitzpositionen, durchhängende Liegestühle bieten nicht genügend Halt und tragen so oft zu schmerzhaften Rückenbeschwerden bei.

Der „rückenfreundliche“ Gartenstuhl

Gute Voraussetzung für einen rückenfreundlichen Stuhl ist eine einheitliche, gleichmäßig konstruierte Rückenlehne. Hohe Rückenlehnen, die leicht nach hinten geneigt sind, bieten dem gesamten Rücken Halt und unterstützen die natürliche Körperhaltung. Stühle aus Flechtgeweben haben im Vergleich zum starren Plastikstuhl den Vorteil, dass man auf ihnen auch ohne Rückenkissen meist bequem sitzen kann. Zusätzlich gesunden Sitzkomfort bieten Armlehnen und verstellbare Rückenlehnen, die sich der besten Position zum Sitzen, Lesen und Ruhen individuell anpassen lassen.

Besser entspannen auf ergonomischen Liegestühlen

Gartenliegen mit fester Auflage eignen sich optimal zum entspannten Relaxen, da auf diesen unser Rücken unterstützt wird und der Körper nicht durchhängt. Eine feste Bespannung, die an den Befestigungspunkten nachgibt, ist für unsere Rückengesundheit am besten geeignet. Es sind zudem Gartenliegen vorzuziehen, die uns genügend Platz für Positionswechsel bieten – z.B. auf die Seite. Die Bauchposition ist hingegen, gerade für Menschen, die schon an Rückenbeschwerden leiden, nicht zu empfehlen. Ein weiterer Vorteil für den Rücken ist, wenn sich das Kopfteil der Liege zum Lesen verstellen lässt.

Rückenunterstützend wirken vor allem auch Liegen, auf denen man die Füße hochlegen kann – solange die Knie dabei gebeugt bleiben und nicht durchgedrückt werden. Diese sogenannten Relaxliegen sind nicht nur herrlich bequem, sie bieten zudem eine Position, in dem der gesamte Körper inklusive Rücken entlastet wird.

Sorgen Sie Ihrem Rücken zuliebe für viel Bewegung

Ob Sie nun ein ausgiebiges Sonnenbad genießen, einen entspannten Sonntag im Gartenstuhl verbringen oder auf der Relaxliege seit Stunden in Ihr Buch vertieft sind – sorgen Sie für ausreichend Bewegung zwischendurch. Denn am allerbesten für den Rücken ist es, sich ausreichend zu bewegen und nicht zu sitzen. Holen Sie sich z.B. ein erfrischendes Getränk, gießen Sie die Blumen, machen Sie einen kleinen Rundgang durch den Garten…kleine Aktivitäten zwischendurch finden sich immer. Und nun viel Spaß in und mit Ihrem Garten!

Schönes, Praktisches und Nützlichen für einen perfekten Garten finden Sie hier!