Gesunder Schlaf

Alles, was Sie schon immer über Schlaf wissen wollten

Jeder kennt ihn, jeder braucht ihn, jeder liebt ihn: Schlaf. Schlaf gehört zum Leben wie die Luft zum Atmen und die Qualität unseres Schlafes nimmt erheblichen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit.

In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen jede Menge Wissenswertes zum Thema Schlaf bereit und geben Ihnen nützliche Tipps, wie Sie Schlafprobleme auf einfache Weise in den Griff bekommen.

Die Themen im Überblick:

So wichtig wie die Luft zum Atmen – Warum wir ohne Schlaf nicht funktionieren

Die scherzhafte Floskel „Wir verschlafen ca. ein Drittel unseres Lebens“ kennt fast jeder. Doch mit „verschlafen“ hat die lebenswichtige Regeneration, die regelmäßiger Schlaf uns ermöglicht, wirklich nichts zu tun. Im Gegenteil: Es ist nicht nur gesund, sondern absolut unerlässlich für einen funktionierenden Organismus, dass wir ausreichend schlafen. Genau aus diesem Grund werden wir auch müde, der Körper versucht dafür zu sorgen, dass wir schlafen, wenn es Zeit wird. Doch was passiert, wenn dieser Mechanismus nicht mehr greift oder wir ihn bewusst umgehen?

Während wir schlafen…

Seit einigen Jahrzehnten interessiert sich die Forschung aus den verschiedensten Gründen brennend für unseren Schlaf. Dabei kamen erstaunliche Erkenntnisse zu Tage, während manche Fragen nach wie vor offen sind.

Fest steht: Während der Körper sich einerseits während des Schlafens ausruht und erholt, indem verschiedenen Funktionen und Areale des Körpers nur noch auf Sparflamme arbeiten, laufen zugleich komplexe Prozesse ab. Besonders unser Gehirn durchläuft während der verschiedenen Schlafphasen überaus aktive Phasen, man spricht davon, dass das Hirn die Erlebnisse des Tages verarbeitet. Aber nicht nur das, besonders die Ausschüttung verschiedener Hormone ermöglicht komplexe Körperprozesse und -funktionen, die für Wachstum, Regeneration, Verdauung, unsere Immunabwehr und vieles mehr entscheidend sind.

Schlechter Schlaf wird zur Volkskrankheit

Ursprünglich war es ganz einfach: Ging die Sonne unter, gingen wir ins Bett, ging sie wieder auf, war auch für die Menschen die Nacht und damit die Schlaf-Phase vorbei. Doch in modernen Gesellschaften wie der unseren verliert der Sonnenauf- und -untergang zunehmend an Einfluss auf unseren Tages-Rhythmus. Doch das ist nicht der einzige Grund, aus dem Schlaf-Störungen immer verbreiteter werden. Häufige Ursachen für Schlaf-Störungen reichen von einem unnatürlichen oder unregelmäßigen Schlaf-Rhythmus (z.B. aufgrund von Schichtarbeit) über Stress und ungünstige Schlafräume bis hin zum Klassiker, der durchgelegenen Matratze.
Die Folge: Studien zu Folge leiden bereits 15% aller Deutschen unter Schlafproblemen, Tendenz steigend.

Zu wenig Schlaf macht nicht nur müde

Wie wichtig die komplexen Prozesse sind, die der Körper während des Schlafs durchläuft, merken wir im Grunde erst dann, wenn diese nicht richtig oder nicht in ausreichendem Maße durchlaufen werden. Bekommt unser Körper zu wenig Schlaf, merken wir dies augenblicklich daran, dass wir uns müde und abgeschlagen fühlen. Leider ist das nicht alles: Studien haben zweifelsfrei ergeben, dass Schlafmangel schon nach kurzer Zeit zu psychischen Problemen, wie Depressionen oder Aggressivität, führen, die körperliche Leistungsfähigkeit einschränken, Alterungsprozesse beschleunigen und verschiedene Krankheiten begünstigen kann. Bringen wir unseren Schlafrhythmus dauerhaft aus dem Gleichgewicht, kann dies also fatale Folgen für unseren Organismus haben.
Also: Hören Sie auf Ihren Körper und ignorieren Sie Müdigkeit nicht auf Dauer. Wenn unser Körper uns signalisiert, dass er müde ist, hat das in aller Regel seinen Grund. Statt Kaffee, Tageslichtlampen oder Aufputschmitteln lautet die einfache Lösung auf dieses „Problem“ in aller Regel: schlafen!

3 Mal besser Schlafen – Unsere besten Tipps

Schlechter Schlaf ist nicht nur anstrengend und nervenaufreibend, er ist auch überaus ungesund. Dabei stecken oft absolut simple Erklärungen hinter hartnäckigen Schlafproblemen. Mit diesen drei einfachen Tipps lässt sich der Großteil aller Schlafbeschwerden erstaunlich einfach in den Griff bekommen.

Analysieren Sie Ihr Schlaf-Verhalten: Wer unter schlechtem Schlaf leidet, muss natürlich zuerst einmal herausfinden, woher dieses Problem eigentlich kommt. Nehmen Sie Ihren Schlaf bzw. Ihre Gewohnheiten vor dem Zubettgehen dafür einmal genau unter die Lupe. Welche Faktoren könnten Einfluss nehmen? Vielleicht Ihre Ess- oder Trinkgewohnheiten? Oder die Beleuchtung? Das Bett? Auch zu viel Trubel vor dem Schlafen erschwert oftmals das Einschlafen. Sobald Sie potentielle Gründe ausfindet gemacht haben, können Sie effektive Lösungen für Ihr Problem finden.

Betten Sie sich richtig: Unnötiger Weise ist ein falsches Bett einer der häufigsten Gründe für schlechten Schlaf. Zu kalt, zu warm, zu hart, zu weich, die Liste der Probleme, die uns den Schlaf rauben können, ist lang. Besonders, wenn Sie morgens unter Rücken- oder Kopfschmerzen leiden oder Ihr Gesicht von Knitterfalten gezeichnet ist, spricht vieles dafür, dass Ihre Matratze und/oder Ihr Kissen nicht gut für Sie sind. Wenn Sie nachts frieren oder schwitzen, haben Sie offenbar nicht das ideale Bettzeug. Das Gute daran: Diese Probleme lassen sich sehr leicht beheben! Gut sortierte Fachhandel bieten heute für jedes Problem das passende Schlaf-Produkt.

Kommen Sie zur Ruhe: Wenn Sie abends oft wach im Bett liegen und nicht einschlafen können, mag es daran liegen, dass Ihr Körper einfach noch zu aufgedreht ist. Kommen Sie also bewusst zur Ruhe. Kein Sport vor dem Schlafengehen, kein schweres Essen, keine laute Musik oder aufregende Fernsehsendungen. Lesen Sie ein Buch und hören Sie ruhige Musik und helfen Sie Ihrem Organismus, sachte in den Ruhe-Modus zu wechseln.

Mythos oder Fakt? Was Sie über Schlaf wissen sollten

Schlaf ist gesund, erholsam, schön und irgendwie auch faszinierend. Denn obwohl sich die Forschung schon seit Längerem intensiv mit diesem Thema beschäftigt, bleiben viele Fragen offen. Genau hierin liegt wohl der Grund dafür, dass sich um das Thema Schlaf diverse Mythen ranken – manche aus gutem Grund, manche weil sich eine alte falsche Annahme schlicht und ergreifend in den Köpfen festgesetzt hat. Wir räumen mit fünf der häufigsten Irrtümer auf.

Mythos 1: Der Schlaf vor Mitternacht ist der beste und gesündeste.

Nein, das stimmt so nicht. Allerdings wurde dieses „Gerücht“ auch nicht zu Unrecht in die Welt gesetzt. Früher, als man zu Bett ging, wenn die Sonne unterging, hatte dieser Satz durchaus seine Richtigkeit. Denn in den ersten Stunden nach dem Schlafengehen schlafen wir in aller Regel am tiefsten, die Tiefschlafphasen sind am längsten und damit ist dieser Schlaf der wertvollste und beste. Wer regelmäßig erst um 12 ins Bett geht, dafür aber dann tief und fest und zudem ausreichend Stunden schläft, muss also auf den „besten und gesündesten“ Schlaf keinesfalls verzichten. Für ihn oder sie wären dann eben einfach die ersten Stunden nach Mitternacht die wertvollsten.

Mythos 2: Der Mensch braucht 8 Stunden Schlaf

So einfach ist das nicht. Der Bedarf an Schlaf hängt von verschiedenen Faktoren ab, vor allem: dem Alter, der aktuellen Belastung und dem Schlaftyp. Bekanntlich schlafen Kinder und Jugendliche sehr viel mehr als Erwachsene und mit steigendem Alter nimmt der Schlaf-Bedarf in aller Regel langsam, aber stetig weiter ab. Auch die aktuelle Belastung und der Gesundheitszustand nehmen Einfluss auf das Bedürfnis nach Schlaf. Wer richtig hart gearbeitet hat, fühlt sich „müder“ als üblich und wer eine Erkältung ausbrütet, „schläft sich am besten gesund“. Doch auch unabhängig von solchen Einflussfaktoren bleibt der Schlaf-Bedarf eine variable Größe. Unfair aber wahr, manche Menschen brauchen einfach weniger Schlaf, um sich fit und belastbar zu fühlen als andere. So gibt es Menschen, die mit 6 oder weniger Stunden Schlaf am Tag prima auskommen, während andere auch nach 8 oder 9 Stunden noch nicht richtig ausgeschlafen sind.

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Mythos 3: Alkohol vorm Schlafengehen verbessert den Schlaf

Zuerst ja, dann eindeutig nein. Dieser Mythos ist leicht zu erklären: Alkohol hat eine beruhigende Wirkung, er sorgt für eine angenehme Schwere und erleichtert das Einschlafen. In den ersten Stunden kommt uns der Schlaf sogar ruhiger und tiefer vor. Auf die ganze Nacht betrachtet ist dieser Mythos allerdings absolut falsch, denn Alkohol im Blut verschlechtert insgesamt die Qualität unseres Schlafes massiv. Das liegt unter anderem daran, dass die Länge und Intensität der REM-Schlafphasen, also jener Phasen, in denen wir träumen und die für unsere Regeneration besonders wichtig sind, negativ beeinflusst werden. Ein bekannteres, weil offensichtlicheres Problem ist die Tatsache, dass viele Menschen nach Alkoholgenuss beginnen, zu schnarchen oder jene, die ohnehin schon schnarchen, richtige Schlafapnoen, also echte Atemaussetzer entwickeln. Zuletzt wird durch den einen oder andere Schlummertrunk sowohl der Harndrang als auch das Durstgefühl gesteigert, so dass die Wahrscheinlichkeit groß ist, nachts raus zu müssen.

Mythos 4: Langschläger oder Frühaufsteher? Alles Einstellungssache!

Nein, liebe Frühaufsteher, so einfach ist das nicht. Schlafforscher sind sich einig, dass definitiv verschiedene Schlaftypen existieren. Diese definieren sich nicht nur darüber, wie viel Schlaf benötigt wird, sondern auch, wann dieser bevorzugt stattfindet. Während die Lerche gern früh schlafen geht und morgens leicht aus den Federn kommt, bleibt die Eule bis spät abends fit und leistungsfähig, während ihr früh morgens das Leben etwas schwerer fällt. Übrigens: Aus diesem Grund fordern Schlaf-Experten seit Jahren, den Schulbeginn etwas nach hinten zu verschieben, um allen Schülern die gleichen Chancen zu ermöglichen.

Mythos 5: Wer tief und gesund schläft, schläft durch

Eine ganze Nacht komplett durchzuschlafen, ist sehr sehr ungewöhnlich bis unmöglich. Es ist völlig normal, in einer Nacht 10 oder auch 20 Mal wach zu werden. Das Gute daran: Diese Wachphasen sind so kurz, dass wir uns in aller Regel am nächsten Morgen nicht daran erinnern, daher der Mythos vom „durchschlafen“. Problematisch im Sinne einer Schlafstörung werden solche Unterbrechungen des Schlafes erst, wenn sie länger werden, wir womöglich nicht wieder einschlafen können und so die Gesamt-Schlaf-Zeit verkürzt wird.

Jeder schläft anders – Welcher Schlaftyp sind Sie?

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Von Eulen und Lerchen hat so ziemlich jeder schon einmal gehört. Aber, gibt es diese verschiedenen Schlaftypen wirklich? Und wenn ja: Welcher Schlaftyp sind Sie eigentlich? Wir verraten es Ihnen.

Eulen, Lerchen und noch ein paar andere Vögel

Zuerst die Fakten: Über die Existenz verschiedener Schlaftypen herrscht heute in der modernen Schlafforschung absolute Einigkeit. Studien haben immer wieder gezeigt: Eulen und Lerchen, also Typen, die eher morgens oder eher abends zur Höchstform auflaufen, gibt es. Während mancher schon um 6 Uhr morgens vor Elan und Ideen sprüht, dafür dann aber in Richtung Abend recht früh in den Ruhemodus wechselt, funktioniert der nächste vor 9 Uhr morgens so gut wie gar nicht, kann seine Leistungsfähigkeit dafür aber noch bis in die späten Abendstunden steigern.

Doch wie überall im Leben gibt es nicht nur schwarz und weiß. Ebenso deutlich hat die Forschung der vergangenen Jahre und Jahrzehnte gezeigt, dass es nicht nur „reine“ Eulen oder „reine“ Lerchen gibt, sondern auch diverse Abstufungen der jeweiligen Typen oder auch Mischtypen. Ebenso steht fest, dass zudem im Laufe eines Lebens eine Verschiebung innerhalb des Schlaf-Rhythmus‘ stattfindet. So sind unter Teeanagers die Lerchen echte Raritäten, während in Richtung Senioren die Eulen die Exoten sind.

Welcher Schlaftyp sind Sie?

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In der Woche können es sich nur wenige erlauben, sich Ihrer inneren Uhr voll und ganz hinzugeben. Den meisten Menschen gibt an Arbeitstagen der Wecker vor, wann sie aus den Federn müssen. So ist das Schlafverhalten am Wochenende bzw. an freien Tagen um einiges aussagekräftiger. Bleiben Sie am Wochenende gern richtig lange liegen, weil Sie das Gefühl haben, den versäumten Schlaf der Woche wieder „aufholen“ zu müssen? Keine Frage, Sie sind eine waschechte Eule. Oder ist es genau anders herum und sie werden am Wochenende auch ohne Wecker schon früh morgens wach, schlummern dafür aber auch am Samstagabend schon ein, ehe der Abendfilm vorbei ist? Ganz klar: Sie sind eine Lerche.

Wahrscheinlicher als diese beiden Extreme sind allerdings Zwischentypen, die zwar nicht bis mittags schlafen, sich aber morgens schon gern noch einmal umdrehen, wenn es denn möglich ist und die zwar nicht nachts um 12 zur kreativen Höchstform auflaufen, aber auch nicht schon um 10 den Wunsch verspüren, sich schlafen zu legen.

Die Bedeutung des Schlaftyps für unseren Schlafrhythmus

Die Frage, was genau einem das Wissen über den eigenen Schlaftyp denn nun nützt, ist gar nicht so leichtzu beantworten. Denn, seien wir ehrlich, den meisten von uns nehmen vorgegebenen Arbeitszeiten oder andere Verpflichtungen die Entscheidung ab, wann sie morgens aufstehen sollten. Unsere Gesellschaft ist in fast allen Bereichen auf Lerchen ausgelegt. Dabei ist das für die Eulen unter uns alles andere als ideal. Denn ein permanentes Leben gegen die innere Uhr kann in Extremfällen sogar krank machen. Ignorieren Sie also das Wissen um Ihren Schlaftyp im besten Fall nicht permanent. Sind Sie eine Eule, fragen Sie doch einmal Ihren Chef, ob Sie nicht ein oder zwei Stunden später anfangen können. Das Arbeitszeitenmodell der Gleitzeit erfreut sich nicht ohne Grund wachsender Beliebtheit. Ist dies nicht möglich, sollten sie dem Drang widerstehen, abends besonders lange wachzubleiben. Sind Sie im Gegenzug eine Lerche, lassen Sie sich nicht ständig die Spätschichten aufbrummen und bleiben Sie nicht Ihrem Partner zur Liebe grundsätzlich länger auf als es Ihnen eigentlich Recht ist. Besonders, wenn Sie unter Schlafproblemen leiden, ist es wichtig, ein Gespür für die eigene innere Uhr zu haben und sich so gut es möglich ist, nach ihr zu richten.

Rücken, Seite, Bauch?! – Wie schläft sichs am besten?

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Über die perfekte Schlafposition lässt sich nicht streiten. Offenbar instinktiv findet jeder die passende Lage und behält diese dann interessanter Weise auch fast immer bei. Studien haben gezeigt, dass über 90% aller Menschen Nacht für Nacht in der gleichen Position schlafen, nur eine kleine Minderheit der Schlafenden legt sich nicht fest und schläft mal so und mal so. Wir verraten Ihnen, was er zu den 4 häufigsten Schlafpositionen zu wissen gibt.

Die Gesunde: Die Rückenlage

Der Vorteil: Experten sind sich einig, für den Rücken und die Gelenke ist diese Position die gesündeste. Das Körpergewicht wird gleichmäßig verteilt und an keiner Stelle des Körpers entsteht Druck.

Der Nachteil: Fast jeder kennt das Phänomen, ob nun von sich oder vom Partner: Die Rückenlage lädt schnell zum Schnarchen ein. Wer schnarcht, sollte also besser einmal eine andere Position ausprobieren.

Tipp: Am besten schläft es sich auf dem Rücken mit einem relativ flachen und weichen Kissen, je nach Vorlieben ist es in dieser Lage auch möglich, ganz auf ein Kissen zu verzichten.

Die Behagliche: Die Fötalstellung

Vorteil: Eingerollt wie ein Fötus schläft ein großer Teil der Menschen – Frauen deutlich häufiger als Männer – am besten. Die Position schafft Behaglichkeit und Wärme und hilft, den Rücken zu entlasten. Oftmals hilft diese Lage auch, Schnarchen zu vermindern.

Nachteil: Für diese Position ist ein passendes Kissen extrem wichtig, da es sonst leicht zu Problemen mit dem Nacken kommen kann.

Tipp: Achten Sie beim Kissen darauf, dass es genau zu Ihrer Schulterhöhe passt und den Raum zwischen Kopf und Schulter komplett ausfüllt, um den Kopf gut zu stützen und so Verspannungen zu verhindern. Neigen Sie zu Rückenproblemen kann auch ein zusätzliches Kissen, z.B. ein Seitenschläger-Kissen, zwischen den Knien sinnvoll sein, da auf diese Weise Nacken und Rücken besser in einer geraden Linie gehalten werden und ein ungesundes Drehen des Beckens oder der Hüfte verhindert wird.

Die Platzsparende: Die Seitenlage

Vorteil: Auch diese Position halten Experten für gesund, da Nacken und Rücken eine gesunde Linie bilden können. Auch für Schnarcher empfiehlt es sich, sich eine seitliche Lage anzugewöhnen, da so viel weniger geschnarcht wird.

Nachteil: Je nach Kissen kann es sein, dass durch das hohe Gewicht, dass auch der Seite des Gesichtes lastet, starkte Knitterfalten entstehen und der morgendliche Blick in den Spiegel ein etwas zerknautschtes Gesicht offenbart.

Tipp: Achten Sie in dieser Position auf ein passendes Kissen, das den Kopf in der richtigen Höhe abstützt und durch eine Weiche Liegefläche Knitterfalten verhindert. So vermeiden Sie auch, dass Sie im Halbschlaf einen Arm oder eine Hand unter Ihren Kopf schieben, der bzw. die durch das Gewicht über kurz oder lang einschlafen wird.

Die Ungesunde: Die Bauchlage

Vorteil: Kaum jemand schafft es, in dieser Position zu schnarchen, da die Körperhaltung ein Zurückrutschen des Kiefers fast unmöglich macht.

Nachteil: Diese Position ist für Ihre Wirbelsäule gar nicht gesund. Insgesamt wird sehr viel Druck ausgeübt, sowohl auf die Gelenke als auch auf die Muskeln. Dem Nacken tut diese Position deshalb nicht gut, weil der Kopf oft deutlich zu hoch gelagert wird.

Tipp: Wenn die Bauchlage wirklich Ihre Lieblings-Position ist, sollten Sie zumindest Ihren Rücken schonen, indem Sie großen Wert auf das richtige Kissen legen. Diese muss unbedingt flach sein und zudem so beschaffen sein, dass Sie gut atmen können und Ihren Kopf nicht unnatürlich verdrehen müssen.

Schnarchen – Wenn Schlafende Nerven  zersägen

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Kaum jemand ist mit dem „Problem: Schnarchen“ noch nie in Berührung gekommen. Denn das (besonders für den Bett- oder Zimmergenossen) unerfreuliche Schnarchen ist sehr weit verbreitet. Über die Hälfte aller Männer schnarcht regelmäßig und bei den Frauen sind es immerhin fast 40% der Schlafenden, die nachts auf diese Weise ordentlich Krach machen. Die Ursachen sind vielfältig, zum Glück aber meist harmlos.

Warum schnarchen wir?

Diese Frage lässt sich nur schwer pauschal beantworten. Denn die Gründe für mehr oder weniger regelmäßiges Schnarchen können sehr verschieden sein, wodurch auch die Lösungen für das Problem verschieden ausfallen können. Grundsätzlich kommen Schnarchgeräuscheaber dann zustande, wenn die im Schlaf erschlaffte Atemmuskulatur durch den Luftstrom des Ein- und Ausatmens zu vibrieren beginnt und in Schwingung versetzt wird. Meist sind Gaumensegel und Zäpfchen die Übeltäter, manchmal auch der Rachen sowie der Zungengrund. Kommt dann noch eine Verengung der oberen Atemwege hinzu, z.B. aufgrund einer Atemwegserkrankung, wird die Vibration verstärkt, das Schnarchen wird immer lauter.

Schnarchen ist nicht nur laut

Man sollte den Ursachen für regelmäßiges Schnarchen in jedem Fall nachgehen und versuchen, es einzudämmen. Denn abgesehen von der Lärmbelästigung bringt Schnarchen andere negative Begleiterscheinungen mit sich. So wird die Schlaf-Qualität durch starkes Schnarchen teilweise massiv eingeschränkt, so dass Schlafmangel die Folge sein kann, der wiederum massiven negativen Einfluss auf das Wohlbefinden und den allgemeinen Gesundheitszustand nehmen kann. Noch schlimmer sind echte Atemaussetzer, so genannte Schlafapnoen, die durch starkes Schnarchen ausgelöst werden können. Hierbei setzt die Atmung teilweise für mehrere Sekunden (bis zu einer halben Minute!) aus. Als Folge wird auch die Sauerstoffversorgung im Körper unterbrochen, als Warnsignal startet der Körper daraufhin Aufweckreaktionen. So findet der Körper in Extremfällen kaum noch in den Tiefschlaf und leidet dauerhaft unter extremem Schlafentzug. Geht das Schnarchen soweit, sollte man sich auf jeden Fall Hilfe bei einem Arzt suchen, um ernste gesundheitliche Folgeerscheinungen zu vermeiden.

Gegen Schnarchen ist kein Kraut gewachsen…

…aber es gibt zahlreiche Tricks und Hilfsmittel, mit denen sich „normales“ Schnarchen in aller Regel gut in den Griff bekommen lässt.

  • Die Schlafposition: In vielen Fällen lässt sich das nervige „Sägen“ bereits durch eine neue Schlafposition beheben. Denn viele Schnarcher schlafen auf dem Rücken, einer Lage, die das Schnarchen stark begünstigt. Gewöhnen Sie sich stattdessen das Schlafen auf dem Rücken oder Bauch an. Wer immer wieder auf den Rücken zurückrollt, kann nachhelfen. Es gibt spezielle Kissen, die eine Seitenlage begünstigen oder es gibt die Möglichkeit mit einen Rucksack zu schlafen oder etwas anderes „in den Weg“ zu legen, um zu verhindern, dass im Halbschlaf dann doch wieder die Rückenlage eingenommen wird.
  • Die Muskelentspannung: Wer vor dem Schlafengehen häufig Schlaftees oder gar Alkohol trinkt, begünstigt die völlige Entspannung der Atemmuskulatur und damit die Gefahr des Schnarchens. Verzichten Sie also auf alles, das zu einer verstärkten Muskelentspannung beiträgt.
  • Fettablagerungen an Hals und Rachen: Auch starkes Übergewicht führt häufig zum Schnarchen. Durch Fettablagerungen werden die Atemwege schmaler und das Schnarch-Risiko steigt. Verringern Sie Ihr Gewicht und machen Sie Ihre Atemwege wieder „frei“.
  • Hilfsmittel: In einem gut sortierten Fachhandel finden Sie eine breite Palette an Hilfsmitteln gegen Schnarchen. Angefangen bei Pflastern, die die Nasenflügel weiten, reicht das Angebot über verschiedene Formen von Schienen und Bandagen, die helfen, den Kiefer in einer günstigen Position zu halten bis hin zu speziellen Kissen. Analysieren Sie Ihr Schlaf-Problem und prüfen Sie einmal, welche dieser cleveren Erfindungen Ihnen helfen könnte.
  • Schnarch-Operation: Als letzter Ausweg bleibt die Option eines operativen Eingriffs. Dieser kann in hartnäckigen Fällen die ersehnte Verbesserung bringen, birgt aber auch Risiken. Ziehen Sie einen solchen Eingriff wirklich nur als letzte Lösung in Betracht und informieren Sie sich im Vorfeld sehr genau über den Ablauf, die Risiken und die realistischen Ziele. Solange noch Fragen offen sind, sollten Sie sich gegen eine OP entscheiden. Fühlen Sie sich von Ihrem Arzt nicht gut beraten, suchen Sie sich lieber einen anderen.

Hilfe Hitze! – Tipps gegen nächtliches Schwitzen

Nachts schweißgebadet aufzuwachen, ist ein Problem, unter dem die meisten Menschen hin und wieder zu leiden haben. Zum Glück ist die Sorge, die viele Betroffene umtreibt, in den meisten Fällen unbegründet, denn nur in seltenen Fällen stecken ernsthafte Erkrankungen hinter dem ungeliebten Schweißfluss. Wir verraten Ihnen, wann Sie Ihren Nachtschweiß ernstnehmen und besser mit einem Arzt sprechen sollten und was Sie tun können, um gelegentliches nächtliches Schwitzen  mit einfachen Mitteln zu umgehen.

Ist das noch normal?

Gelegentliches starkes Schwitzen ist in der Nacht ebenso normal wie am Tag. Gründe gibt es viele, die falsche Temperatur ist nur einer davon. Tritt vermehrter Nachtschweiß bei Ihnen also nur ab und an auf und haben Sie ansonsten keinerlei Beschwerden, ist eine harmlose Erklärung sehr wahrscheinlich.

Etwas genauer in sich hineinfühlen sollten Sie allerdings, wenn

  • Sie sehr regelmäßig und über einen Zeitraum von mehreren Wochen am Stück unter starkem Nachtschweiß leiden
  • das nächtliche Schwitzen Ihre Schlafqualität spürbar mindert
  • sich weitere Beschwerden, wie Schmerzen, Gewichtsverlust oder Abgeschlagenheit zum Nachtschweiß gesellen

Trifft einer oder treffen mehrere dieser Punkte auf Sie zu, heißt das natürlich nicht gleich, dass eine ernste Ursache hinter Ihren nächtlichen Schweiß-Attacken liegt. Dennoch sollten Sie solche Symptome besser ernst nehmen und bei einem Arzt abklären lassen, ob eine Krankheit als Erklärung in Frage kommt.

Warum wir nachts schwitzenund was wir dagegen tun können

Sehr viel wahrscheinlicher als eine ernste Ursache für Nachtschweiß sind verschieden sehr harmlose Gründe. Wir beleuchten einmal die häufigsten von Ihnen und geben Ihnen ein paar einfache Tipps, wie Sie Ihr „Schweiß-Problem“ schnell und einfach in den Griff bekommen.

Ungünstige Schlafbedingungen

Unnötiger Weise gehören falsche Temperaturen bzw. zu dicke Decken und Schlafanzüge zu den häufigsten Gründen für übermäßiges Schwitzen im Schlaf. Versuchen Sie eine Temperatur um 18°C in Ihrem Schlafzimmer herzustellen. Wird es in Ihrem Schlafzimmer sehr schnell sehr warm, sollten Sie versuchen, diesem Problem z.B. durch Abdunkelung des Raumes entgegen zu wirken. In Extremfällen sollten Sie auch eine Klimaanlage oder ähnliche Hilfsmittel in Betracht ziehen, aber Achtung: Auch ein zu kalter Schlafraum kann die Schweißproduktion anregen.

Lässt sich eine steigende Temperatur in Ihrem Schlafzimmer nicht vermeiden, sollten Sie auf die Hilfe der modernen Technik setzen. Atmungsaktive 3D-Materialien, die Feuchtigkeit schnell abtransportieren und für ein angenehm kühles und trockenes Schlafklima sorgen, können an heißen Sommertagen wahre Wunder vollbringen. Die Investition in eine neue Decke oder neues Bettzeug lohnt sich in jedem Fall. Und auch bei der Schlaf-Bekleidung können Sie einiges richtig oder auch falsch machen. Meiden Sie zu dicke Stoffe oder gar mehrere Schichten und tragen Sie stattdessen leichte Kleidung, die nicht zu eng am Körper liegt.

Schlechte Gewohnheiten

Abends trinken Sie gerne mal ein Bier, essen scharfes Essen und runden das Ganze mit einer Zigarette ab? Sehr Wahrscheinlich, dass genau hierin der Grund für Ihr nächtliches Schweißproblem liegt. Nikotin und Alkohol sollten Sie vor dem Schlafen wenn möglich komplett  vermeiden, scharfe Gewürze besser nur in geringer Dosis zu sich nehmen. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel, aber bei den meisten Menschen genügt schon einer dieser drei Punkte, um die nächtliche Schweißproduktion anzuregen.

Hormonelle Schwankungen

Auch die Hormone nehmen großen Einfluss darauf, wie viel oder wenig wir nachts schwitzen. Schwangere oder Frauen in den Wechseljahren haben daher vermehrt mit nächtlichen Hitzewallungen zu kämpfen. Gehören Sie zu der einen oder anderen Gruppe können Sie im Zweifelsfall nicht allzu viel gegen das unerwünschte Schwitzen tun. Schwitzen Sie sehr stark, so dass Sie richtig nass aufwachen, sollten Sie sich zumindest das nächtliche Umziehen so leicht wie möglich gestalten und schon abends Wechselwäsche und ggf. ein Handtuch in Bettnähe platzieren.

Infektionskrankheiten

Auch wenn Ihr Körper über eine Erkältung oder Grippe brütet, wird starkes Schwitzen in der Nacht sehr wahrscheinlich die Folge sein. Es  handelt sich hierbei um einen ganz normalen und wichtigen Prozess auf dem Weg zur Genesung. Auch wenn es schwerfällt. Werfen Sie nicht Decke und Kleidung von sich und stellen sich zum Abkühlen ans geöffnete Fenster. In diesem Fall gilt Omas Weisheit vom gesunden Schwitzen.

Kummer und Sorgen

So manchen bringt auch Stress, Ärger oder Kummer noch in der Nacht in Wallung und führt zu übermäßigem Schwitzen. Könnte das bei Ihnen der Fall sein? Dann packen Sie das Problem natürlich am besten bei der Wurzel. Ist das nicht möglich, kann es auch schon helfen, abends bewusster zur Ruhe zu kommen und den Stress und die Sorgen des Tages so weit wie möglich auszublenden. Hören Sie vor dem Zubettgehen ruhige Musik, lesen Sie ein gutes Buch oder kommen Sie ganz bewusst durch Yoga oder andere Übungen zur Ruhe.