Schnarchen effektiv bekämpfen – welche Möglichkeiten gibt es?

Schnarchen ist eine nächtliche Atmungsstörung, welche zu den gesonderten Formen der Schlafstörungen gehört. Wie das Schnarchen entsteht, welche Mittel es zur Bekämpfung gibt, wann ein Arzt aufgesucht werden sollte und unter welchen Voraussetzungen Schnarchen gefährlich für die Gesundheit wird, möchten wir Ihnen im folgenden Beitrag erläutern.

Schnarchen: Ursachen, Symptome, Diagnose

Schnarchen ist eine Schlafstörung, die vom Schnarchenden selbst in der Regel nicht oder nur selten wahrgenommen wird. Meist weckt das nächtliche Schnarchkonzert nur den Bettnachbarn oder verhindert, dass dieser überhaupt in den Schlaf findet. Im Schlaf erschlaffen unsere Muskeln – auch die im Rachenraum. Beim Atmen entsteht ein Luftzug, der die weichen Gaumenteile hörbar vibrieren lässt. Die weichen Gaumenteile verengen zudem die Atemwege, vor allem in Rückenlage, da der Zungengrund in dieser Position zurückfällt. Die entstehenden Geräusche werden dadurch weiter verstärkt.

Anatomisch bedingte Ursachen

Das laute Atemgeräusch beim Schlafen wird durch anatomisch bedingte Ursachen, wie vergrößerte Rachenmandeln und Kieferfehlstellungen, begünstigt. Auch Übergewicht kann Schnarchen auslösen, da Fettablagerungen im Zungen-, Rachen- und Nackenbereich die oberen Luftwege verengen. Eine eingeschränkte Nasenatmung aufgrund von Infekten oder chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen sind ebenso Gründe für nächtliche Sägegeräusche. Auch die im Alter schwächer werdende Muskulatur im Rachenraum kann Auslöser der lautstarken Atemtechnik sein.

Weitere Ursachen können im Lebensstil begründet sein: Alkohol lässt die Muskulatur erschlaffen, Kaffee und Rauchen lassen die Schleimhäute anschwellen. Sowohl die erschlaffte Muskulatur als auch die geschwollenen Schleimhäute erschweren die nächtliche Atmung und können somit zu lauten Atemgeräuschen führen.

Auftretende Symptome

Der Schnarcher selbst wird vom eigenen Schnarchen nicht im Schlaf beeinträchtigt, es sei denn, der Bettnachbar weckt ihn immer wieder auf. Es kann vorkommen, dass er seine Schnarchgeräusche unterschwellig hört und kurz wach wird, ohne sich dessen aber bewusst zu werden. So wird die Schlafqualität nicht spürbar vermindert und der Schnarcher meint, gut geschlafen zu haben. Er wundert sich dann, warum er sich tagsüber müde, abgespannt und leistungsschwach fühlt. Ein weiterer Hinweis auf Schnarchen kann ein trockener Mund am Morgen sein.

Wichtig: Die Diagnose

Da der Schlafende in den meisten Fällen nichts vom nächtlichen Treiben mitbekommt, ist der Bericht des Mitschläfers für die Diagnose ausschlaggebend. Es ist wichtig zu klären, ob es sich um „normales“ Schnarchen handelt oder ob der Schnarcher von gefährlicher Atemnot betroffen ist. Daher sollte man bei Feststellung von regelmäßig auftretendem Schnarchen immer einen Arzt aufsuchen. Er kann anhand von körperlichen Untersuchungen und der Krankengeschichte lästiges, aber harmloses Schnarchen von nächtlichen Atemaussetzern abgrenzen. Diese sogenannte Schlafapnoe, ist eine schwerwiegende nächtliche Atmungsstörung, bei der die Rachenmuskeln wesentlich stärker erschlaffen als beim normalen Schnarchen. Die Aussetzer beim Schnarchen können mehrmals pro Stunde auftreten und weitreichende gesundheitliche Folgen haben, weshalb eine Schlafapnoe auf jeden Fall behandelt werden muss.

Im Rahmen des ambulanten Schlafapnoe-Screenings geben Selbstmessungen erste Aufschlüsse über das Schnarchen. Mithilfe eines tragbaren Gerätes für zu Hause werden Schnarchgeräusche, Atembewegungen von Brust und Bauch, die Körperlage und die Sauerstoffsättigung des Blutes aufgezeichnet. Bei Bedarf bringt eine Untersuchung im Schlaflabor endgültige Sicherheit über Form und Ausmaß der Schlafapnoe.

Begleitend zu diesen Untersuchungen wird ein Hals-Nasen-Ohrenarzt prüfen, ob die Atemwege verengt sind, bei einer internistischen Untersuchung werden die inneren Organe, wie Herz und Lunge, eingehend auf Erkrankungen überprüft. Auch auf Anzeichen einer ernst zu nehmenden Depression wird geachtet.

Therapie beim Schnarchen – diese Mittel und Methoden können Ihnen helfen

Jede Behandlung, mit der das Schnarchen gestoppt werden kann, beinhaltet als erstes grundlegende Maßnahmen betreffend der Schlafgewohnheiten und des Lebensstils. Eine leichte Schlafapnoe kann man mit gewissen Veränderungen bereits bessern. Für Menschen mit Übergewicht ist Abnehmen eine wichtige Maßnahme. Die vom Schnarchen Betroffenen sollten möglichst auf Alkohol, Schlafmittel und Zigaretten verzichten und wenig Kaffee trinken. Wer müde ist, schnarcht übrigens häufiger, so dass Schnarcher ausreichend lange schlafen sollten.

Die richtige Schlafposition

Besonders häufig tritt Schnarchen in der Rückenlage auf, weswegen es sinnvoll ist, diese Schlafposition nach Möglichkeit zu vermeiden. Auch die Kopftieflage kann zu Schnarchen führen, denn in dieser Position schwellen bei manchen Menschen die Nasenschleimhäute an. Dies führt bei engen Luftwegen in der Nase dazu, dass die Nasenatmung weiter eingeschränkt wird und Schnarchgeräusche auftreten bzw. sich verstärken. Eine höhere Lagerung des Kopfes durch ein anatomisch geformtes, gut stützendes Kissen kann Abhilfe schaffen, in manchen Fällen helfen auch Nasenpflaster oder Nasenspreizer, welche die Atmung erleichtern. Zur Vermeidung der Rückenlage kann man Schaumstoffteile oder Tennisbälle in die Rückseite des Schlafanzugs einnähen, die einen immer wieder in Seitenlage zwingen.

Beißschiene, Atemmaske und Co.

Ein einfach anzuwendendes Hausmittel ist auch eine spezielle Aufbissschiene, die dazu beitragen kann, den Atemraum zu vergrößern und darüber unerwünschte Störtöne reduziert. Ob beim Schnarchen Hausmittel helfen können, hängt von der Art und Schwere der Atmungsstörung ab. Bei schwerer ausgebildeten Krankheitsbildern kann eine Ventilationstherapie zur Behandlung eingesetzt werden. Der Schlafende trägt nachts eine kleine Atemmaske gegen Schnarchen, die mit einem Kompressor auf dem Nachttisch verbunden ist. Dieser sorgt dafür, dass die Luft mit leicht erhöhtem Druck in die Atemwege strömt, wodurch diese offen bleiben. Die Ventilationstherapie erzielt gute Ergebnisse gegen Tagesmüdigkeit, depressive Verstimmungen und Bluthochdruck.

Bei Schnarchen OP?

Ein operativer Eingriff kommt bei nächtlichen Atmungsstörungen nur dann infrage, wenn gewisse Fehlstellungen im Kiefer- und Rachenbereich vorliegen. Bei zu großen Rachenmandeln können Patient und Arzt gemeinsam entscheiden, ob diese entfernt werden sollen. Wenn besondere anatomische Gegebenheiten erfüllt sind, kann eine Operation am Gaumensegel angezeigt sein. Eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung sollten Sie vom HNO-Arzt begutachten lassen und sich eine Empfehlung über die weitere Behandlung geben lassen. Sind Nasenscheidewandverkrümmung oder gutartige Schleimhautwucherungen (Nasenpolypen) die Ursache und bleibt die medikamentöse Therapie erfolglos, kann eine Operation der Nasennebenhöhlen nötig sein.

 

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