Schräg schlafen!? Besser & gesünder schlafen mit einem einfachen Trick

Darüber, wie eine „normale“ Schlafposition auszusehen hat, gibt es eigentlich keine zwei Meinungen. Liegend eben und zwar flach, also horizontal. Ob das allerdings wirklich die beste und gesündeste Art ist, zu schlafen, daran hegen immer mehr Schlafexperten Zweifel. Denn Untersuchungen und Studien befördern Erstaunliches zu Tage: Eine Schräglage von wenigen Prozent scheint sich als Schlüssel zur Lösung bzw. Prävention verschiedenster Probleme und Erkrankungen zu erweisen.

Was spricht gegen eine horizontale Schlafposition?

Die erste Frage, die sich in diesem Zusammenhang aufdrängt, ist natürlich die, aus welchem Grund die (vermeintlich) natürlichste Lage, nämlich einfach flach auf dem Boden (oder in unserem Fall doch lieber dem Bett) unserer Gesundheit schaden soll. Die Antwort verschiedener Forscher ist folgende: In einer geraden Flachlage vermindert sich die auf den Körper wirkende Schwerkraft, Forscher sprechen von einem annähernden Null-Schwerkraft-Feld, bei dem das Herz nicht mehr gegen den üblichen Druck pumpen muss, um Blut in unser Gehirn zu befördern. Die Folge: Das Blut kommt mit erhöhtem Druck im Gehirn an. Dieser erhöhte Hirndruck ist es der Forschung zufolge, der verschiedene funktionelle Störungen auslösen kann, darunter Migräne oder andere chronische Kopfschmerzen, Reflux, Blutdruck- und Herz-Kreislauf-Beschwerden, Schlafstörungen und andere.

Bekräftigt wird dieser Ansatz durch Studien aus der Weltraumforschung, die bei Astronauten ganz ähnliche Beschwerde-Bilder als Folge von Einsätzen in der Schwerelosigkeit beobachten und auf die gleiche Weise, nämlich durch den erhöhten Hirndruck aufgrund von verringertem Gegendruck, erklären.

Wie kann eine schräge Schlafposition sich gesundheitsfördernd auswirken?

Eine leicht schräge Liegeposition – für einen positiven Effekt genügt eine Erhöhung um wenige Grad, genauer: 3,5-5,5°  – kann für eine günstigere Schwerkraft-Einwirkung und dadurch für erheblich gesünderen Schlaf sorgen. Konkret heißt das, dass eine leicht abgesenkte Lagerung des Körpers, in der der Kopf entsprechend über dem Herzen gelagert wird, sich positiv auf den Hirndruck auswirkt. Der Grund: Wird der Kopf über dem Herzen gelagert, muss das Herz wie gewohnt gegen die Schwerkraft anpumpen, um Blut zum Herzen zu befördern. Der Druck wird entsprechend verringert.

Für wen ist schräg schlafen zu empfehlen?

Eine schräge Schlaflage birgt nach heutigem Kenntnisstand keinerlei Nachteile, so dass ein solcher Positionswechsel in Sachen schlafen eigentlich für jeden zu empfehlen ist. Ganz besonders interessant ist eine eigene Feldstudie natürlich für all jene, die unter Beschwerden leiden, die sich durch eine schräge Schlaflage nachweislich verbessern lassen. Dazu zählen vor allem Probleme mit:

  • Sodbrennen
  • Reflux
  • nächtlichem Harndrang
  • Prostata-Beschwerden
  • Migräne oder anderen Kopfschmerzen
  • Bluthoch- oder -niederdruck
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • Schlafapnoe oder allgemeine Probleme mit unruhigem und/oder wenig erholsamem Schlaf
  • verstopften Nasenhöhlen
  • vegetativer Disbalance

Wie kann ich schräg schlafen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um sich selbst eine schräge Schlaflage zu ermöglichen. Wichtig ist, dass Sie die ganze Schlaffläche anschrägen, nicht bloß den Oberkörper erhöhen (dies führt oftmals zu Rückenproblemen und/oder Verspannungen im Nackenbereich).

Für einen ersten Testlauf bzw. eine kurzfristige Anpassung Ihrer Schlaflage können Sie mit etwas Geschick Ihr Bett oder Ihren Lattenrost mit wenigen geeigneten Hilfsmitteln etwas aufbocken. Ideal eignet sich ein passender Keil, für den Anfang können Sie den gleichen Effekt aber auch mit 2,3 entsprechend hohen Klötzen oder ähnlichem erreichen. Wenn Ihnen dies zu aufwändig ist, genügt ein Blick ins Internet, dort finden Sie maßgeschneiderte Produkte vom Keil über spezielle Betten, Lattenroste und Matratzen.

Achten Sie beim schräg schlafen darauf, sich nicht zu steil zu betten und geben Sie sich etwas Zeit. Die ersten paar Nächte können sich womöglich etwas gewöhnungsbedürftig anfühlen. Warten Sie am besten einige Wochen ab, ehe Sie Ihr Resümee ziehen.

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