Crosstrainer oder Fahrrad? – Welches Gerät ist die bessere Wahl?

Crosstrainer und Fahrradergometer sind gleichermaßen beliebte Fitnessgeräte. Gleichwohl sind nicht beide für jeden optimal geeignet. Ob der Crosstrainer oder das Fahrrad-Ergometer die richtige Wahl ist, hängt von der persönlichen körperlichen Ausgangssituation und von den Trainingszielen ab.

Die Themen im Überblick:

Welches Gerät ist das richtige?
Welche Muskelgruppen werden trainiert?
Für wen Heimtrainer grundsätzlich sinnvoll sind
Fazit

Welches Gerät ist das richtige?

Die Ausdauer trainieren und den Gesundheitszustand verbessern

Crosstrainer und Fahrrad trainieren beide die Ausdauer. Mit einem regelmäßigen Ausdauertraining verbessert man die Fähigkeit des Körpers, über einen längeren Zeitraum Leistung zu erbringen. Es gilt als grundlegend, wenn man etwas für die Gesundheit seines Körpers tun und das Herz-Kreislauf-System stärken möchte.

Wer moderat im Sinne des Gesundheitssports mit dem Crosstrainer oder dem Fahrrad-Ergometer trainiert, kann damit zudem das Immunsystem verbessern. Mehrere Studien konnten bereits nachweisen, dass Ausdauersport das Blutbild positiv verändert und sich damit direkt positiv auf das Immunsystem auswirkt. Darüber hinaus kann sich die Rate der Atemwegserkrankungen bei Trainierten im Vergleich zu Untrainierten reduzieren.

Als ideal gelten zur Verbesserung des Immunsystems drei bis vier Ausdauereinheiten von optimalerweise 30 bis 45 Minuten Dauer. Crosstrainer und Fahrrad sind hierfür gleichermaßen zu empfehlen.

Crosstrainer oder Fahrrad zum Abnehmen?

Beim Training mit beiden Heimtrainern, sowohl dem Crosstrainer als auch dem Fahrrad, werden Kalorien verbrannt und die Fettverbrennung wird angekurbelt. Die Kohlehydratspeicher des Körpers werden beim Ausdauertraining geleert und der Körper greift, um Energie zu gewinnen, auf die Fettdepots zurück. Dieser Effekt tritt sowohl beim Training mit dem Fahrrad als auch beim Training mit dem Crosstrainer ein. Allerdings werden mit dem Crosstrainer mehr Muskelgruppen beansprucht und es können in der gleichen Trainingszeit mehr Kalorien verbrannt werden.

Wer die Fettverbrennung noch weiter vorantreiben möchte, kann das Ausdauertraining sowohl auf dem Crosstrainer als auch auf dem Fahrrad-Ergometer abwechslungsreicher gestalten und die Trainingsintensität immer wieder wechseln. Moderate Intervalle werden dabei mit intensiven Intervallen abgewechselt und durch die erhöhte Anstrengung können noch mehr Kalorien verbrannt werden.

Voraussetzung für ein solches Intervalltraining ist jedoch eine Grundlagenausdauer. Wer als absoluter Anfänger oder untrainierter Neueinsteiger mit dem Training beginnt, sollte sich daher zunächst darauf konzentrierten, in ein regelmäßiges, moderates Training zu finden. Entscheidend für den Erfolg beim Abnehmen ist zudem nicht allein die sportliche Aktivität. Man sollte diese immer mit einer gesunden Ernährung verbinden.

Welcher Heimtrainer ist der beste für ein gelenkschonendes Training?

Gelenkschonend sind beide Trainingsgeräte. Sowohl beim Fahrrad-Ergometer als auch beim Crosstrainer ist die Gelenkbelastung wesentlich geringer als dies beispielsweise beim Joggen der Fall ist. Für gesunde Menschen, die gelenkschonend trainieren möchten, sind beide Fitnessgeräte gut geeignet.

Wer nach der Reha ins Training startet oder bereits Gelenkprobleme hat, beispielsweise an Hüften oder Knien, greift jedoch besser auf das Fahrrad zurück. Während beim Crosstrainer die Hüfte beansprucht wird, findet das Training beim Fahrradergometer im Sitzen statt und gilt daher generell als sanfter. Für ein besonders schonendes Training eignet sich neben dem herkömmlichen Fahrrad speziell das Liegeergometer.

Welche Muskelgruppen werden trainiert?

Sowohl das Training mit dem Fahrrad als auch das Training mit dem Crosstrainer ist dem Cardio-Training zuzuordnen. Trainiert wird hier einerseits das Herz als der wichtigste Muskel des Körpers, andererseits werden aber auch große Muskelgruppen, wie die Beine, beansprucht.

Beim Training mit beiden Heimtrainern handelt es sich nicht um ein Krafttraining mit hohen Gewichten, bei dem ein deutlicher Muskelzuwachs zu verzeichnen wäre, allerdings werden die Muskeln vor allem bei höherem Trainingswiderstand auch auf dem Heimtrainer gestärkt und der Körper kann gestrafft werden.

Welche Muskeln beim Training auf dem Fahrrad beansprucht werden

Beim Fahrrad-Ergometer werden vor allem die Muskeln des Unterkörpers, also der Beine und des Gesäßes trainiert. Beansprucht wird sowohl die Vorder- als auch die Rückseite des Oberschenkels. Die Gesäßmuskeln werden trainiert und auch die Wadenmuskeln werden gestärkt. Die Muskeln des Halteapparates, also Bauch und Rücken, werden beim Training mit dem Fahrrad moderat beansprucht, die Arme sind leicht am Training beteiligt, da sie den Lenker halten.

Eine stärkere Beteiligung von Bauch-, Rücken- und Armmuskulatur erfolgt, wenn man aus dem Sattel und mit dem gesamten Gewicht in die Pedale geht. Wie groß der Muskelzuwachs ist, den man beim Training mit dem Fahrrad verzeichnen kann, hängt vom Trainingswiderstand ab. Daher sollte man beim Kauf eines Fahrradergometers auf einen verstellbaren Widerstand achten. Wer sein Training abwechslungsreich gestalten möchte, hat bei vielen Fahrrad-Ergometern zudem eine Auswahl an verschiedenen Trainingsprogrammen.

Welche Muskeln auf dem Crosstrainer gestärkt werden

Auf dem Crosstrainer werden, wie beim Fahrrad auch, vorrangig die Muskeln des Unterkörpers trainiert. Zusätzlich wird die Muskulatur des Oberkörpers beansprucht. Beim Treten auf dem Crosstrainer wird die Oberschenkelmuskulatur ebenso trainiert wie die gesamte Gesäßmuskulatur.

Anders als beim Fahrrad mit seinem stabilen Lenker, arbeitet man auf dem Crosstrainer zusätzlich aktiv mit den Armstangen. Je nach Intensität wird dementsprechend auch die Muskulatur der Arme einschließlich Trizeps und Bizeps gestärkt. Hinzu kommt eine Aktivierung der Bauch- und Rückenmuskulatur.

Der Crosstrainer ist damit ideal für all jene, die möglichst viele Muskelgruppen trainieren möchten. Wer, beispielsweise aufgrund körperlicher Einschränkungen, die Rückenmuskulatur schonen möchte, greift jedoch lieber auf einen Fahrradergometer zurück.

Für wen Heimtrainer grundsätzlich sinnvoll sind

Vielen Menschen fällt es leichter, regelmäßig Sport zu treiben, wenn sie durch andere dazu mit motiviert werden. Doch nicht jeder hat die Zeit und die Möglichkeit, Sport im Verein zu treiben oder zusammen mit einem Trainingspartner ins Fitnessstudio zu gehen. Heimtrainer haben den Vorteil, dass man mit ihnen jederzeit ein Trainingsgerät zu Hause hat, auf das man zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter zurückgreifen kann. Gerade für Anfänger und für Wiedereinsteiger, beispielsweise nach einer Reha, bietet ein Heimtrainer eine gute Möglichkeit, in Ruhe zu Hause zu trainieren und sich dabei ganz auf die eigenen Bedürfnisse und die eigenen Fähigkeiten zu konzentrieren.

Wenn man zu Hause in gewohnter Umgebung trainieren kann, ist die Hemmschwelle Sport zu machen, mitunter geringer. Man muss keine neugierigen Blicke fürchten und spart sich zudem den Mitgliedsbeitrag für Verein oder Fitnessstudio. Trotzdem kann man ganz flexibel, beispielsweise schon morgens vor der Arbeit oder abends beim Fernsehen die Kilos purzeln lassen.

Fortgeschrittene können ihren Trainingsplan mit dem passenden Heimtrainer auch dann umsetzen oder ergänzen, wenn es an Zeit und Flexibilität fehlt. Gerade der Ausdauersport wird manchmal als recht monoton empfunden. Zu Hause kann man das Training auf dem Heimtrainer jedoch mit dem Schauen der Lieblingssendung im Fernsehen kombinieren oder man lässt bequem das Radio laufen, ohne dafür Kopfhörer nutzen zu müssen.

Fazit

Heimtrainer, sei es das Fahrrad oder der Crosstrainer, sind generell eine gute Wahl für all jene, die ihre Ausdauer trainieren möchten und dabei unabhängig von Wind und Wetter sowie Umgebung bleiben wollen. Zudem stellen sie eine gute Alternative zum Training im Fitnessstudio dar. Wer ein besonders gelenkschonendes Training benötigt, ist mit dem Fahrrad bestens beraten. Wünscht man sich mehr Körpereinsatz oder möchte man mehr Kalorien verbrennen, greift man am besten auf den Crosstrainer zurück. Beide Heimtrainer ermöglichen ein Ausdauertraining, das das Herz-Kreislauf-System stärkt und in jedem Alter umsetzbar ist.

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