E-Bike Ratgeber: So haben Sie besonders lange Freude an Ihrem E-Bike

Ob passionierte Radfahrer, die richtig viel Strecke machen wollen, Berufs-Pendler, die eine umweltfreundliche, günstige und zuverlässige Alternative zu Auto und Bahn suchen oder rüstige Senioren, die sich von einer kleinen Konditions-Schwäche nicht gleich den Spaß am Radfahren nehmen lassen wollen – Elektroräder sind neuerdings in aller Munde. Zu Recht, Technik und Optik dieser Räder haben sich erheblich verbessert und die Vorzüge dieser gar nicht so neuen Technik überzeugen. Damit der Spaß auch lange währt, sollte man sein gutes Stück aber ein wenig pflegen, wir verraten Ihnen wie.

Gute Pflege für lange Freude an Ihrem Elektrorad

Wie bei jedem „normalen“ Rad auch, sollte man sich bei einem Elektrorad die Mühe einer gewissen Pflege machen, um eine hohe Lebensdauer sicherzustellen. Neben den „normalen“ Maßnahmen gegen Rost und Korrosion und der Wartung von Licht, Bremsen, Gangschaltung usw. sollten Sie bei einem Elektrorad Ihr Augenmerk auch auf die Pflege des Akkus legen, da Leistung und Lebensdauer durch die Einhaltung einfacher Regeln deutlich beeinflusst werden können.

Akku-Pflege:

Im Vergleich zu älteren Modellen verfügen moderne hochwertige Elektroräder über erstklassige Lithium-Ionen-Akkus, deren Leistung und Lebensdauer sich wirklich sehen lassen kann. Auch der beste Akku hat aber seine Schwachpunkte, daher sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Vor dem ersten Gebrauch sollten Sie den Akku einmal komplett aufladen und danach einige Male komplett entleeren und wieder komplett aufladen. Erst nach diesen ersten Ent- und Aufladevorgängen wird der Akku seine volle Leistung erreichen.
  • Akkus sind empfindlich gegenüber Kälte. Im Winter, bei Temperaturen unter 7° C sollten Sie den Akku also drinnen lagern. Wenn Sie bei geringen Temperaturen fahren, sollten Sie den Akku direkt einschalten, solange er noch nicht abgekühlt ist, dann ist eine Fahrt auch bei Minusgraden überhaupt kein Problem.
  • Auch beim Laden gibt es einiges zu bedenken: Schalten Sie den Akku aus, ehe Sie ihn an das Ladegerät schließen und lassen Sie ihn am besten nicht unbeaufsichtigt. Am Ladegerät können Sie sehen, ob der Akku voll ist, ggf. auch den Ladestand. Natürlich müssen Sie nicht exakt den Moment abpassen, in dem der Akku voll ist, aber länger als 8 Stunden sollten Sie den Akku nicht ans Ladegerät geschlossen lassen.
  • Bei günstigeren oder älteren Akku-Modellen kann es zu einem sogenannten „Memory Effect“ kommen. D.h. wenn Sie Ihren Akku aufladen, obwohl er nicht ganz leer ist, „merkt“ sich der Akku quasi die kürzere Reichweite und die Leistung des Akkus kann rapide abnehmen, je häufiger Sie den Akku „zwischendurch“ aufladen. Achten Sie beim Kauf auf einen hochwertigen Akku und bedenken Sie dieses Problem, falls Sie schon ein Elektrorad mit einem älteren Akku besitzen.
  • Achtung vor „Tiefentleerung“! Auch der hochwertigste Akku mag es nicht, leer gelagert zu werden, da dies zu einer (nahezu) kompletten Entladung, der gefürchteten Tiefentladung, führen kann. Lagern Sie also Ihren Akku im vollen Zustand und laden Sie ihn, auch wenn Sie ihn nicht genutzt haben, spätestens alle 3 Monate wieder auf. Andersfalls kann der Akku Schaden nehmen und im schlimmsten Fall komplett seinen Dienst versagen.
  • Zuletzt: Auch wenn man diesen Satz eigentlich nicht mehr hören mag: Lesen Sie sich die Bedienungsanleitung Ihres E-Bikes genau durch. Dort finden Sie Infos zur Art des Akkus und dazu, wie Sie diesen am besten pflegen.