Joggen – Welche Alternativen gibt es?

Keine Lust auf Joggen? Wir zeigen Möglichkeiten für Zuhause oder im Freien

So langsam können Sie es nicht mehr hören, wie viele Vorteile Ihnen Joggen bietet? Denn das entscheidende Argument, nämlich dass Joggen schlicht und ergreifend keinen Spaß macht, könnte man Ihrer Meinung nach auch ruhig einmal laut aussprechen? Keine Sorge: Mit dieser Meinung stehen Sie nicht allein da und Joggen ist auch keinesfalls die einzige oder auch nur beste Möglichkeit, sich einfach, kostengünstig und flexibel in Form zu bringen. Wir zeigen Ihnen gute Alternativen zum Joggen!

 

Die Themen im Überblick:

Der Wahrheit zur Ehre: Gelenkschäden durch Joggen sind unwahrscheinlich
Der neue Trend für effektives Training: Vibrationstraining
Der gelenkschonende Klassiker: Schwimmen
Optimal für aktive Entdecker: Radfahren

Der Wahrheit zur Ehre: Gelenkschäden durch Joggen sind unwahrscheinlich

Ehe wir uns den besten Jogging-Alternativen widmen, möchten wir aber doch mit einem der weitverbreitetsten Mythen zum Thema Joggen aufräumen. Kurz und gut: Joggen schädigt die Gelenke nicht – zumindest bei moderatem Training. Jüngere Untersuchungen haben mehrfach gezeigt, dass übergewichtige Läufer nicht mehr Probleme mit den Gelenken haben als Übergewichtige, die nicht laufen. Dennoch ist die Belastung beim Joggen in vielerlei Hinsicht extrem, weshalb es sich, besonders bei einem generell nicht so guten Fitness-Zustand und/oder Übergewicht, in der Regel empfiehlt, nur ganz sanft ins Lauftraining einzusteigen oder (vorerst) auf schonende Trainingsmethoden, wie Walken oder Schwimmen, zu setzen.

 

Der neue Trend für effektives Training: Vibrationstraining

Auf der Suche nach einer guten Alternative zum Lauftraining sind Sie vielleicht schon einmal auf eine Vibrationsplatte gestoßen? Dieses vergleichsweise neue Geräte bietet Ihnen in der Tat eine überaus effektive Trainings-Alternative, mit Sie nicht nur Ihre Ausdauer, sondern auch Ihre Tiefenmuskulatur stärken können. Bei regelmäßigem Training können Sie mit diesen Platten daher sogar deutlich bessere Ergebnisse erzielen als beim Joggen!

Wie funktioniert eine Vibrationsplatte?

Nomen est omen: Eine Vibrationsplatte vibriert. Diese Vibrationen wiederum sorgen dafür, dass beim Gehen oder Ausführen verschiedener Übungen auf der Platte die Muskulatur in besonderem Maße beansprucht wird. Denn die Muskeln müssen (ob sie wollen oder nicht) quasi gegenhalten, was eine Anspannung bis in die Tiefenmuskulatur bewirkt. Dies bringt nicht nur schnelle und intensive Trainingsergebnisse, sondern eignet sich auch optimal für Rückenschmerz-Geplagte. Denn durch das intensive, dabei gelenkschonende Training lässt sich die gesamte Rumpfmuskulatur kräftigen, was die Wirbelsäule stärkt und stabilisiert wie kaum eine andere Sportart.

Vor- und Nachteile einer Vibrationsplatte

Die Liste der Vorteile des Vibrationstraining kann sich durchaus sehen lassen: Das Training ist über alle Maßen effektiv und das schon bei wenigen Minuten Training! Dabei eignet sich die Vibrationsplatte für Einsteiger wie topfitte Sportler, da sich die Trainingsintensität beliebt variieren lässt und zudem sowohl die Ausdauer verbessert als auch gezieltes Muskeltraining betrieben werden kann. Zusätzlich zu diesen Vorteilen ist das Vibrationstraining überaus gelenkschonend und ideal bei Rückenproblemen geeignet.

Die Nachteile einer Vibrationsplatte sind im Vergleich schneller aufgelistet, fallen je nach Anspruch allerdings ggf. deutlich ins Gewicht. Denn die Kosten für eine Vibrationsplatte sind nicht ganz unerheblich zumindest im Vergleich zu einem paar Laufschuhe. Eine Alternative, auch für alle, die zu Hause keinen Platz für eine eigene Platte haben, könnte eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio sein.

Um Ihnen die Suche nach der passenden Vibrationsplatte zu erleichtern, finden Sie hier eine übersichtliche Selektion an Vibrationsplatten>>.

 

Der gelenkschonende Klassiker: Schwimmen

Zu Recht immer wieder genannte Alternative zum Joggen: Schwimmen. Dieses überaus effektive Ganzkörpertraining verbessert die Ausdauer und ist gelenkschonend wie kaum eine andere Sportart. Je nach Schwimmstil und Geschwindigkeit lässt sich das Training ideal an jedes Trainingsniveau anpassen, so dass Anfänger oder Wiedereinsteiger es ruhig angehen können, während fitte Sportler Ihren Puls kräftig in die Höhe treiben und in einer Stunde über 500 kcal verbrennen.

Weiterer großer Pluspunkt: Bei einem sauberen Schwimmstil kräftigt schwimmen die gesamte Rückenmuskulatur (besonders zu empfehlen sind die Stile Rücken und Kraul) und eignet sich daher auch als perfekter Ausgleich zu langem Sitzen und bei verschiedensten Rückenproblemen.

Auch Kosten und Aufwand halten sich für diese Form des Sports in Grenzen, da so ziemlich jede Stadt über ein Hallen- und Freibad mit erschwinglichen Eintrittspreisen verfügt (mit Saisonkarten lässt sich oft ordentlich sparen).

Der große Nachteil beim Schwimmen: Gerade im Winter wird es im Becken oft eng und das ungestörte Bahnenziehen kann zur echten Herausforderung werden. Außerdem empfinden viele Menschen den Wechsel aus sehr warmem Schwimmbad und kalter Winter-Luft als sehr unangenehm und fürchten (eher zu Unrecht, eine Mütze bannt die Gefahr) eine Erkältung.

 

Optimal für aktive Entdecker: Radfahren

Ein weiterer Klassiker unter den Jogging-Alternativen ist das gute alte Radfahren, das für viele den größten Spaßfaktor unter den großen Ausdauersportarten birgt. Schließlich lässt sich hier die Fitness wunderbar mit kleinen und großen Entdeckungstouren verbinden, die  sich zudem auch wunderbar zu zweit oder in der Gruppe unternehmen lassen.

Aus sportlicher Sicht bietet das Radfahren ähnliche Vorteile wie das Schwimmen oder das Training auf einer Vibrationsplatte: Es ist gelenkschonend und lässt sich in der Intensität ideal an den jeweiligen Fitness-Zustand anpassen – allerdings beschränkt sich das Training offensichtlich auf die Muskulatur der Beine.

Besonders an diesem Sport: Er lässt sich beinahe überall in den Alltag integrieren, selbst wer vermeintlich gar keine Zeit hat, kann hier und da eine „Radtour“ unterbringen und so den Weg zur Arbeit, zum Supermarkt oder zu Freunden zur spontanen Trainingseinheit machen.

Offensichtlicher Nachteil: Lässt das Wetter zu wünschen übrig, wird die Sache deutlich komplizierter und macht in der Regel auch nicht sonderlich viel Spaß. Sport im Regen ist verständlicher Weise nicht jedermanns Sache und nass bei der Arbeit ankommen möchte nun wirklich niemand. Für die Schlechtwetter-Tage des Jahres eignet sich daher ein Ergometer bzw. Heimtrainer ideal. Diese erlauben einfache Trainingseinheiten zu Hause und Sie bleiben auch im Winter fit für die kommende Rad-Saison.