Nordic Walking: Mit kleinen Schritten zum Erfolg

Nordic Walking hat sich zur Trendsportartentwickelt und ist die bei den Deutschen beliebteste Sportart für den Trainings-Einstieg. Aus gutem Grund: jeder, ob jung, alt, dick oder dünn, kann diese Sportart ausführen. Nordic Walking bietet Ihnen ein ideales Ganzkörpertraining mit Spaßfaktor – wenn Sie es richtig machen!

Gesund und fit mit Nordic Walking

Früher oft als „Spazierengehen mit Stöcken“ belächelt, ist Nordic Walking viel mehr als das. Die schwungvolle Bewegung an frischer Luft kräftigt Herz und Kreislauf, regt den Stoffwechsel an, stärkt Muskeln und Knochen und ist ein optimales Fettverbrennungstraining. Arme, Schultern und Rücken werden durch die Bewegung der Stöcke gleich mittrainiert. Sehr effektiv und dennoch wenig verletzungsanfällig ist Nordic Walking nicht nur eine ideale Sportart für Einsteiger, Übergewichtige und ältere Personen, sondern für alle, die sich gerne im Freien bewegen.

Gehen Sie mit dem Stock – und nicht am Stock!

Nordic Walking sieht einfach aus, bevor Sie sich jetzt aber zwei Stöcke besorgen und gleich loslaufen, sollten Sie wissen, dass das koordinierte Gehen mit den Nordic Walking Stöcken eine komplexe Angelegenheit ist, die man jedoch mit ein bisschen Übung schnell erlernen kann. Schnupper- und Einstiegskurse werden fast überall angeboten, kein Grund also ohne Technik einfach drauflos zu staksen – wie, nach Expertenschätzungen, fast 80 Prozent der Nordic Walker hierzulande. Dies ist alles andere als gesundheitsfördernd, belastet die Gelenke und erhöht das Verletzungsrisiko.

Mit der richtigen Technik kommen Sie weiter

Ziehen Sie beim Nordic Walking niemals die Schultern hoch sondern halten Sie diese stets unten und entspannt. Die Arme werden nicht rechtwinklig gebeugt angezogen, sondern schwingen nur leicht angewinkelt nach vorne, bis etwa auf die Höhe Ihres Bauchnabels. Die Stöcke führen Sie in der Diagonaltechnik eng am Körper, wie beim normalen Gehen wird der linke Arm parallel zum rechten Bein geführt und umgekehrt. Gehen Sie gerade, aber vermeiden Sie es ins Hohlkreuz zu fallen, da dies den Rücken belastet. Gehen Sie lieber etwas nach vorne gebeugt, als würden Sie bei starkem Gegenwind laufen. Machen Sie keine zu langen Schritte und strecken Sie, beim Aufsetzen vorne, das Knie nicht durch.

Achten Sie auf einen guten Nordic Walking Stock

Nordic Walking Stöcke sollten auf jeden Fall eine Handschlaufe besitzen. Diese sorgt dafür, dass eine sichere Führung gewährleistet ist und lässt den Stock „fliegen“, d.h. sie ermöglicht erst die spezielle Gehtechnik beim Nordic Walking, wie Dr. Petra Mommert-Jauch vom Deutschen Walking Institut erklärt. Auch die Länge der Stöcke sollte auf Sie persönlich abgestimmt sein: Winkeln Sie im geraden Stand Ihre Unterarme um 90° an, sollte sich der Handgriff des Stocks idealerweise ca. 5 Zentimeter unter Ihren Händen befinden. Gegenüber Aluminium haben Carbon- und Graphit-Stöcke den Vorteil, dass Sie extrem leicht sind und kaum vibrieren. Wenn Sie schnell Blasen an den Händen bekommen, können Sie Fahrradhandschuhe beim Nordic Walking anziehen.

Mit Trainingsplan und der richtigen Pulsfrequenz zum Ziel

Einfach draufloslaufen ohne Plan ist genauso uneffektiv und schädlich wie die falsche Technik. Um gesund zu walken und erfolgreich Ihre Ausdauer zu steigern und die Figur zu straffen, sollten Sie sich am besten einen Trainingsplan zulegen. Auch auf Ihre Pulsfrequenz beim Trainieren sollten Sie achten und sich nicht gleich überfordern. Anfänger sollten lieber kürzer und dafür öfters laufen gehen, z.B. dreimal die Woche für 30 Minuten, als nur einmal pro Woche für 90 Minuten. Die anderthalb Stunden können Sie nach dem ersten Trainings-Monat ein- bis zweimal die Woche laufen. Um Ihre Leistung zu steigern, können Sie bei den kürzeren Läufen Ihre Geschwindigkeit für 5-10 Minuten etwas anziehen. Auch Steigungen und abschüssige Strecken beanspruchen Ihren Körper ganz anders.Erkunden Sie neue Strecken, schafft dies Abwechslung und Sie bleiben motiviert.