Faszientraining gegen Rückenbeschwerden

Faszien umgeben jeden Muskel, jedes Organ, jede Bandstruktur und vernetzen unseren gesamten Körper. Im gesunden Zustand verbindet das Fasziengewebe alles mit allem, hält den Körper zusammen und strukturiert. Doch Bewegungsmangel, einseitige Arbeitshaltungen, Überlastung und auch Unfälle oder psychische Einflüsse sorgen dafür, dass sich das kollagene Bindegewebe verformt, verklebt und verdickt und die Beweglichkeit einschränkt. Ein gewaltiges Maß an Spannung kann sich an gewissen Stellen anstauen. Langfristig führt dies zu Beschwerden, wie u.a. Rücken- und Gelenkskrankheiten.

Faszien – ein möglicher Auslöser von Schmerzsyndromen

Rückenschmerzen sind weit verbreitet, bisher bekannteste Auslöser für dieses Leiden sind Bandscheiben, Knochen und Muskulatur. Alles, was sich damit nicht erklären ließ, wurde der „Psyche“ zugesprochen. Jedoch wurde vor einigen Jahren bereits in Betracht gezogen, dass die Faszien ein großer Faktor bei allen muskulären Problemen sind. Heute gibt es viele Hinweise, dass Faszien eine wesentliche Rolle bei chronischem Rückenschmerz spielen. Denn es gibt mittlerweile Möglichkeiten, die Faszien eingehend zu untersuchen. Moderne Ultraschallgeräte können die Dicke und Geschmeidigkeit der Faszien sowie die Elastizität des Gewebes ermitteln. Sind die Faszien verdickt, verklebt oder verfilzt, führt dies früher oder später zu Verspannungen und Schmerzen.

Halten Sie Ihre Faszien elastisch

Sind verdickte Faszien der Auslöser für Schmerzen, kann eine Faszientherapie gute Erfolge erzielen. Es wurde festgestellt, dass die große Thorakolumbalfaszie im Lendenbereich bei Männern, welche an chronischen Rückenschmerzen leiden, verdickt ist. Faszien besitzen gerade am Rücken eine Vielzahl an Schmerzsensoren. Ist die Faszie auf einer Seite fester als auf der anderen Seite, kann auch dies zu Schmerzen führen. Beim Faszientraining soll es darum gehen, Verklebungen und Verfilzungen im Gewebe zu lösen und die Faszien wieder elastischer zu machen. Gut trainiert, leisten die Faszien einen wertvollen Beitrag zu einem starken und somit schmerzfreien Rücken.

Training mit der Faszienrolle

Eine Faszienrolle gibt es in unterschiedlichen Umfängen und Längen, mit ihr wird die vermutlich bekannteste Art des Faszientrainings durchgeführt: Die Hartschaumrolle wird unter ein Körperteil gelegt, in diesem Fall unter den Rücken, und bei langsamem Rollen wird versucht, zu entspannen. Gar nicht so einfach, da die Rolle aufgrund ihrer Härte meist schmerzhaft ist. Dennoch ist direkt nach dem Rollen meist eine spontane Schmerzreduktion und eine bessere Beweglichkeit zu spüren und zu messen. Wichtig ist, dass die Rollbewegung sehr langsam (etwa 1 cm pro Minute) ausgeführt wird, um die therapeutisch erwünschte Wirkung zu erreichen.

Yoga und Pilates

Ideal bei verklebten Faszien helfen Yoga und Pilates, da Faszien hauptsächlich auf Dehnungsreize reagieren. Die Faszien lassen sich hervorragend trainieren – mit regelmäßigem, intensivem Dehnen erreicht man eine Stimulation und die Erneuerung des Bindegewebes. Mit einem Faszienstretching und Muskelstretching für den ganzen Körper können Sie positiven Einfluss auf die Gesundheit Ihrer Faszien ausüben. Yoga, Pilates, wie auch Tai Chi und Qi Gong eignen sich aufgrund ihrer weichen, dynamischen Dehnübungen ganz besonders zur Stärkung des Fasziengewebes.

Trampolintraining

Eine ausgezeichnete Möglichkeit Ihre Faszien zu trainieren, bietet Ihnen das Schwingen oder sanfte Hüpfen auf einem guten Trampolin. Neben den Faszien werden auch gleichzeitig alle großen Muskelgruppen aktiviert. Die Bewegung versorgt Bandscheiben und Knorpel mit Flüssigkeit, regt das Kreislaufsystem an und stärkt das Immunsystem. Mit viel Spaß durchführbar, lässt es sich optimal mit Dehnübungen oder dem Training mit der Faszienrolle kombinieren, um so besonders effektiv zu wirken.

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