Lebenselexier Sonne

Wie wichtig Tageslicht für unseren Organismus ist

Jeder weiß: Lacht die Sonne, lacht auch das Herz. Doch ist die Sonne für uns „nur“ ein willkommener Stimmungs-Aufheller? Keinesfalls! Genau wie eine Blume mehr oder weniger schnell eingeht, wenn sie nicht genug Sonne bekommt, so reagiert auch unser Organismus auf einen Mangel an Tageslicht – allerdings nicht unmittelbar und auch in weniger offensichtlicher Weise als es bei einer Pflanze der Fall ist.

Was die Sonne alles kann

Bei all der nötigen und sinnvollen Aufklärung über die Risiken von Hautkrebs vergisst so mancher: Die Sonne tut uns auch viel Gutes! Das merken wir jedes Jahr im Frühling, wenn wir wieder besser aus dem Bett kommen und insgesamt mehr Energie und bessere Laune haben, sobald die Tage wieder etwas länger werden und wir die Sonne öfter zu Gesicht bekommen. Das liegt an verschiedenen Hormonen, die bei mehr Licht besser gebildet werden.
Aber das ist längst nicht alles: Die Sonne bzw. Tageslicht nimmt zudem positiven Einfluss auf eine Vielzahl an Prozessen in unserem Organismus und wirkt sich so auf unser Immunsystem, unser Hautbild und unsere Widerstandfähigkeit gegenüber den verschiedensten Krankheiten aus.

Welche Rolle spielt Vitamin D?

Das Vitamin D ist ein Exot unter den Vitaminen, da es vom Körper selbst gebildet werden kann.Es hat für unseren Körper eine große Bedeutung und ist einer der Hauptgründe, aus denen genügend Tageslicht für uns so wichtig ist. Denn die körpereigene Bildung von Vitamin D kann nur aktiviert werden, wenn der Körper genug Sonne bekommt. Zwar können wir auch über die Nahrung Vitamin D zuführen, aber mehr als ca. 20% des Bedarfs kann man kaum decken.
In unserem Organismus übernimmt das Vitamin D eine Vielzahl an Aufgaben und verhilft uns zu starken Knochen und Muskeln. Auch das Immunsystem soll von einem gesundem Vitamin D-Haushalt profitieren und es gibt sogar Studien, die von einer Senkung des Risikos an Diabetes und verschiedenen Krebsarten zu erkranken, sprechen. Ebenso gibt es allerdings auch Gegenstudien, so dass die Forschung hier noch einiges zu tun hat, ehe wir das ganze Spektrum des Vitamin D-Einflusses definitiv benennen können. Schon jetzt steht aber fest, dass ein Mangel in jedem Fall zu vermeiden ist.
Das Gute an Vitamin D, der Körper kann es (natürlich nur bis zu einem gewissen Grad) speichern. Ein paar Tage Regenwetter und auch ein grauer Winter führen also nicht gleich zu einem Vitamin D-Mangel. Auch braucht der Körper der Sonne nicht stundenlang ausgesetzt zu sein, um ausreichend Vitamin D zu produzieren. Im Schnitt genügen 10-50 Minuten am Tag, je nach Uhrzeit, Hauttyp und abhängig davon, wie viel Haut freigelegt ist. Idealer Weise spricht man von 25% freier Haut, über die die Sonnenstrahlen aufgenommen werden können. Exzessive und bekanntlich überaus ungesunde Sonnenbäder im Bikini sind also ganz bestimmt nicht nötig und auch nicht förderlich.

Was, wenn die Sonne einfach nicht scheinen will?

In unseren Breitengraden ist strahlender Sonnenschein leider nicht die absolute Regel. Gerade im Winter scheint es manchmal als käme die Sonne tagelang gar nicht heraus. Grundsätzlich ist diese „Problem“ eher ein gefühltes als eines, das unseren Organismus bedroht. Gerade ältere Menschen können allerdings unter Umständen auf einen Vitamin D-Mangel zusteuern, wenn sie sich nur wenig draußen aufhalten. In diesen Fällen können Vitamin D-Präparate helfen, sprechen Sie Ihren Arzt ruhig einmal darauf an.
Ansonsten gibt es natürlich verschiedene Strategien. Erster und naheliegendster Tipp: Nutzen Sie jede Chance auf Sonnenlicht! Gerade im Winter sollten wir sehr bewusst darauf achten, uns keinen Sonnenstrahl entgehen zu lassen. Scheint die Sonne und lässt es sich irgendwie einrichten, sollten wir uns schnell warm einmummeln und raus an die frische Luft gehen. Will die Sonne gar nicht scheinen oder sich mit unseren Arbeitszeiten und Lebensgewohnheiten vereinbaren lassen, bleiben noch diverse Hilfsmittel, die vor allem helfen, die Laune aufzuhellen. Tageslicht-Lampen und Wecker sind hier beliebte und wirkungsvolle Helfer. Auch (vernünftig dosierte!) Besuche im Solarium dürfen im Winter schon mal sein, um sich ein kleines bisschen „Sonnenfeeling“ zu gönnen.